„Playstation“-Theaterfestival im Paul-Gerhard-Haus Jeden Abend gibt es eine Aufführung

Münster -

„Die Welt zerfällt ganz einfach in zwei Klassen – in die, die das Unglaubliche glauben, wie das Publikum, – und die, die das Unwahrscheinliche tun.“ Unter diesem Leitwort von Oscar Wilde steht das „Playstation“-Theaterfestival.

Die Theatermafia lädt in der nächsten Woche zum Proben, Spielen und Gucken ins Paul-Gerhard-Haus an der Friedrichstraße ein.
Die Theatermafia lädt in der nächsten Woche zum Proben, Spielen und Gucken ins Paul-Gerhard-Haus an der Friedrichstraße ein. Foto: Die Objektiven

„Die Welt zerfällt ganz einfach in zwei Klassen – in die, die das Unglaubliche glauben, wie das Publikum, – und die, die das Unwahrscheinliche tun.“ Unter diesem Leitwort von Oscar Wilde steht das „ Playstation “-Theaterfestival. Denn bei der veranstaltenden Theatermafia eröffnen sich für die Teilnehmer im Paul-Gerhardt-Haus gleich beide Welten. Nach der Devise „Spiel jetzt“ dreht sich vom 17. bis zum 21. Oktober im Jugendzentrum eine Woche lang alles um die Bretter, die die Welt bedeuten.

Nachmittags finden Workshops mit den Schwerpunkten Bewegungstheater, episches Theater und Schauspiel statt – abends werden vier Produktionen aus der Theaterarbeit aufgeführt, um am Abschlussabend mit den Workshop-Präsentationen das grandiose Finale im Gerhard-Haus zu setzen.

Die Vielfalt von Jugendtheater spiegelt sich im „Playstation“-Programm wider. Zum Auftakt am Montag ist mit „Verbrauch und Sinn“ eine performative Konsum-Studie zu sehen; am Dienstag folgt als szenische Lesung „Jennys Liste“ – eine fantastisch skurrile Kindergeschichte mit individuellen Superhelden, die nicht immer nur nett sind. Um über Widerstand und den Arabischen Frühling auf dem Tahrir-Platz geht es in der Inszenierung am Mittwoch. Theater „Glutamat“ zeigt am Donnerstag sein neues Improvisationstheater-Format „Glutasia“ – eine Heldengeschichte. Den Abschlussabend gestalten die Teilnehmer selber mit ihrer Workshop-Präsentation.

Im Anschluss an die Aufführungen stehen die Spieler und der Regisseur der gezeigten Inszenierung dem Publikum in Form eines offenen Gesprächs Rede und Antwort. „Wir wollen den Zuschauern damit die Möglichkeit geben, mehr als nur Konsument zu sein, und einen direkten Austausch des Publikums und der Spieler ermöglichen“, so Olaf Herzog, der künstlerische Leiter des Festivals.

Hier fügen sich in der Idee dieses besonderen Jugendtheaterfestivals wieder beide Welten zusammen, die der Zuschauer und die der Theaterspieler. Einige wenige Workshopplätze für interessierte Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren sind noch offen.

Zum Thema

Anmeldungen zu den Workshops und Karten im Vorverkauf gibt es unter ✆ 5 40 36. Mehr über das Playstation-Theaterfestival online. 

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