Preisschwankungen Hochkonjunktur bei Heizöl-Händlern

Münster -

Trotz leicht gestiegener Heizölpreise zieht die Nachfrage der Kunden derzeit deutlich an. Teilweise müssen sie mit bis zu vier Wochen Wartezeit rechnen.

Von Gabriele Hillmoth
Die Nachfrage nach Heizöl ist in den vergangenen Tagen mit dem Sinken der Temperaturen wieder deutlich gestiegen. Lieferanten in Münster rechnen momentan mit bis zu vierwöchigen Lieferzeiten.
Die Nachfrage nach Heizöl ist in den vergangenen Tagen mit dem Sinken der Temperaturen wieder deutlich gestiegen. Lieferanten in Münster rechnen momentan mit bis zu vierwöchigen Lieferzeiten. Foto: dpa

Die Ölpreise sind unberechenbar und schwanken. Eine Prognose, wie sich die Preise entwickeln, wagt aber kein Lieferant von Heizöl in Münster zu sagen. Je nach Abnahme und Liefermenge liegt der Preis momentan nach Angaben einiger Firmen zwischen 40 und 60 Cent pro Liter – netto und ohne Mehrwertsteuer.

Vor knapp einem Jahr verzeichneten die Lieferanten von Heizöl in Münster noch einen wahren Run auf das Heizöl. Ein Preisrutsch war dafür verantwortlich. Alle wollten preiswert tanken und sich Vorräte anlegen. Dann kehrte im Sommer bei den Firmen Funkstille ein, die Heizöllieferanten hatten weniger zu tun.

Keine Panikkäufe nach Opec-Ankündigung

Momentan verzeichnen sie aber wieder Hochkonjunktur . Was mit einer Ankündigung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zu tun hat, die die Ölförderung drosseln wollte, so ein Unternehmen.

Die Lieferanten in Münster haben gut zu tun, aber von Panikkäufen könne aber nicht die Rede sein, betont Frank Weihermann. „Es braucht sich keiner Gedanken zu machen, dass es kein Öl mehr geben könnte“, fügt er beschwichtigend hinzu.

Auch Leo Berendsen in Nienberge stellt momentan eine „deutlich gestiegene Nachfrage fest“. Sonst sei das Geschäft bisher eher schlapp verlaufen. Viele Kunden tankten für den Winter nach. Wobei ein normaler Haushalt in der kalten Jahreszeit zwischen 2500 und 3000 Liter Öl verbrauche.

Bis zu vier Wochen Wartezeit

Mit bis zu vier Wochen Wartezeit müssten die Kunden zurzeit rechnen, sagt Thomas lütke Zurtelgte von der Raiffeisen in Warendorf. Die Telefone liefen bei ihnen im Büro heiß. Kunden möchten Heizöl tanken. Raiffeisen Warendorf übernahm erst zum 30. September das münsterische Unternehmen Kaiser Mineralöle vom Hafengrenzweg.

„Es sei wie verrückt. Den ganzen Sommer hatten wir fast nichts zu tun“, sagt Norbert Eickhoff. Kaum tage aber die Opec und verkündet, dass die Fördermenge reduziert werden soll, steigt die Nachfrage. Wenn dann noch das Wetter umschlägt, so Eickhoff, dann brummt der Betrieb.

Als die Preise für Heizöl noch bei 80 Cent pro Liter lagen, tankten zahlreiche Kunden eher häppchenweise, aufgrund der Niedrigpreise Anfang des Jahres bewegten sich die Bestellungen zwischen 500 und 45.000 Liter Heizöl.

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