Für viele alte Ampeln gibt es keine Ersatzteile mehr 50 Auslaufmodelle werden erneuert

Münster -

Mehrfach sind in diesem Jahr bereits Ampeln ausgefallen, für die es kein Ersatzteil gab, etwa Mitte Juli an der Weseler Straße in Höhe Kerkheideweg. Jetzt geht die Stadt prophylaktisch vor.

Viele alte Ampeln, wie hier an der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Roxeler Straße müssen ausgetauscht werden.
Viele alte Ampeln, wie hier an der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Roxeler Straße müssen ausgetauscht werden. Foto: Ahlke

Das Tiefbauamt beginnt mit dem Austausch der Auslaufmodelle und modernisiert nach und nach 50 Anlagen. Für diese Ampeln aus den 80er-Jahren gebe es seit Ende 2014 keine Ersatzteile mehr, die Steuergeräte könnten nicht repariert werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Neue Ampeln mit LED-Signalgeber

In den neuen Anlagen werden optimierte, auf die aktuelle Straßenverkehrsordnung zugeschnittene und mit der Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention abgestimmte Programme installiert, die auch die Belange von sehbehinderten Menschen berücksichtigen. Zudem werden die Anlagen mit LED-Signalgebern ausgestattet, die besser zu erkennen und deutlich energiesparender sind.

Start an Unfallschwerpunkt

Begonnen wurde in dieser Woche mit der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße / Roxeler Straße. Da sie als Unfallschwerpunkt gilt, wird zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern vor einbiegenden Fahrzeugen aus der Albert-Schweitzer-Straße ein gelbes Blinksignal installiert. Außerdem erhalten Radfahrer an allen Zufahrten eigene Signale.

Als nächstes wird die Ampel an der Zufahrt zur Rentenversicherung an der Gartenstraße erneuert. Dort werden zusätzlich Blindensignalgeber eingebaut. Die Hammer Straße und die westliche Weseler Straße folgen auf der Austauschliste. Mit dem Ende der Arbeiten rechnet die Stadt nicht vor Ende 2017. 1,35 Millionen Euro sind dafür im Haushalt veranschlagt.

Kurzzeitige Verkehrsbehinderungen können nicht vermieden werden

„Um die Verkehrssicherheit während der Umrüstungsarbeiten zu gewährleisten, werden provisorische Ampelanlagen installiert, die den Verkehr wie gewohnt regeln“, weist Ulrich Zelke vom Tiefbauamt darauf hin, dass sich beim Auf- und Abbau der Provisorien kurzzeitige Verkehrsbehinderungen nicht vermeiden lassen.

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