Tödlicher Unfall an der Ostmarkstraße Polizei-Unfallexperte: Kreuzung war „unauffällig“

Münster -

Einen Tag nach dem tödlichen Unfall auf der Ostmarkstraße laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren, an der Einmündung Dieckstraße gab es bislang keine schweren Unfälle.

Von Helmut Etzkorn
An der Unfallstelle auf der Ostmarkstraße legten Passanten, Freunde und Angehörige Blumen nieder.
An der Unfallstelle auf der Ostmarkstraße legten Passanten, Freunde und Angehörige Blumen nieder. Foto: hpe

Am Tag nach dem Unfall an der Ostmarkstraße , bei dem eine 28-jährige Radfahrerin ums Leben kam, erinnern Blumen und Lichter auf der Mittelinsel der benachbarten Dieckstraße an die Verunglückte. Auf dem Asphalt sind noch die Markierungen der Polizei zu erkennen, die bei der Unfallaufnahme auf die Fahrbahn gesprüht wurden.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen bei der Polizei derweil auf Hochtouren. „Klar ist nach jetzigem Ermittlungsstand nur, dass der 27-jährige Lastwagenfahrer beim Abbiegen die Radlerin übersehen hat“, so Polizei-Pressesprecherin Antonia Linnenbrink . Ob die Frau aus Sicht des Lastwagenfahrers im toten Winkel rechts vorn neben dem Lkw fuhr und damit quasi „unsichtbar“ war, müssen Befragungen des Mannes ergeben.

Die Einmündung Ostmarkstraße /Dieckstraße ist laut Polizei-Unfallexperte Tobias Klieve „völlig unauffällig“. 2015 hat es dort keinen und bis Mittwoch in diesem Jahr nur einen leichten Unfall gegeben. Deshalb wurde an der Kreuzung kein Verkehrsspiegel montiert.

Polizei und Stadt werden sich trotzdem den Ort des Geschehens genauer ansehen. „Wir schauen, ob wir etwas verbessern können“, so Klieve. Die Radspur auf der Fahrbahn im Kreuzungsbereich ist nicht, wie an vielen Stellen üblich, mit roter Farbe besonders markiert. Es gibt auch keine separate Ampel für Radler oder eine weiß markierte Haltelinie.

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