Angeblich Dreharbeiten im Wohnheim Porno-Flugblatt entpuppt sich als übler Scherz

Münster -

Ein Flugblatt, das Porno-Dreharbeiten im Studentenwohnheim ankündigt, hat sich als schlechter Scherz entpuppt. Das Studierendenwerk prüft nun rechtliche Schritte.

Von Martin Kalitschke
Als übler Scherz hat sich ein Flugblatt entpuppt, das Porno-Dreharbeiten in einem Studentenwohnheim ankündigte.
Als übler Scherz hat sich ein Flugblatt entpuppt, das Porno-Dreharbeiten in einem Studentenwohnheim ankündigte. Foto: Oliver Werner

Ein Flugblatt, das in etlichen Briefkästen eines Gievenbecker Studentenwohnheims gelandet ist, hat bei Studierenden, vor allem aber bei etlichen Eltern, für Entsetzen gesorgt.

In dem Schreiben, das mit den Worten „Liebe Mieter/innen“ beginnt, werden für den 18. Oktober „ Dreharbeiten für einen Pornofilm“ durch ein externes Unternehmen angekündigt, die Gemeinschaftsräume des Wohnheims würden dann nicht zur Verfügung stehen.

„Ein übler Scherz “, so der Kommentar des Studierendenwerks. „Wir vermieten die Gemeinschaftsräume grundsätzlich nicht – und erst recht nicht für ein solches Vorhaben“, stellt Sprecherin Katrin Peter klar.

Entsetzte Eltern

In den sozialen Netzwerken machte die zweifelhafte Ankündigung gleichwohl schnell die Runde. Mitarbeiter des Studierendenwerks seien von Bekannten auf die Flugblätter angesprochen worden, entsetzte Eltern hätten sich gemeldet, berichtet Peter. „Schließlich sind einige unserer Mieter noch nicht einmal 18 Jahre alt.“

Rechtliche Schritte werden geprüft

Damit nicht genug. Eine App verbreitete Aufnahmen des Flugblatts in Windeseile. Das Studentenwerk setzte sich daraufhin mit den Betreibern dieser App in Verbindung, die sich daraufhin bereiterklärten, auch ein Schreiben des Studierendenwerks zu verschicken.

„Wir danken dem Verfasser für seinen interessanten und innovativen Vorschlag, neue Geldquellen für das Studierendenwerk zu generieren.“ Aber soweit reiche der Sozialauftrag dann doch nicht, heißt es darin.

Laut Peter lässt das Studierendenwerk nun einen Juristen prüfen, ob es recht­liche Schritte wegen des Fake-Flugblatts einleiten sollte.

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