„Okta Logue“ aus Hessen im Gleis 22 Fit wie junge Rehe

Münster -

Lange Haare, Blumenhemd zu Schlaghose und analoge Retro-Tasteninstrumente – schon vor dem ersten Ton von Okta Logue fühlten sich die Besucher in die Sixties zurückversetzt, die einstimmende psychedelische Pausenmusik tat da ihr übriges.

Von Jörn Krüßel
Die hessische Formation Okta Logue begeisterte am Samstagabend ihre Fans im gut gefüllten Gleis 22.
Die hessische Formation Okta Logue begeisterte am Samstagabend ihre Fans im gut gefüllten Gleis 22. Foto: Krüßel

Die vierköpfige Band aus Hessen um die Brüder Benno und Robert Herz , die schon Neil Young auf Tour begleitet hatte, schaute am Samstagabend zum ersten Mal in Münster vorbei und beendete damit ihren ersten Tourabschnitt. Wie sich herausstellen sollte, hätten sie sich kaum eine bessere Location aussuchen können.

Nach der positiv aufgenommenen Einstimmung vom singenden Schlagzeuger Phil Fill und seiner „Electrofunked Popmusic“ standen die Zeichen auf Retro. Augenscheinlich dem Film „Almost Famous“ entsprungen, entsprachen die Musiker auch optisch ihrem eingeschlagenen Stil: In Schlaghosen und weiten Hemden sorgten Okta Logue von Beginn an für einen Sound, der vom Zusammenspiel von Gitarre und Keyboard lebte und von Rhythmus und Gesang vorangetrieben wurde.

Ein Blick ins gut gefüllte Gleis 22 zeigte, dass auch ältere Fans die Band auf der Rechnung hatten und sichtlichen Spaß an dem hatten, was sie zu hören bekamen. Man meinte zu spüren, wie das Publikum den Sound und die positive Energie von der Bühne aufsaugte und dankbar war für den authentischen Retrosound. Nicht selten wurden Erinnerungen an Bands wie Pink Floyd, The Doors oder Supergrass wach.

Überzeugendes Konzert

„Fit wie junge Rehe“ seien sie, so Sänger Benno Herz. Und diese positive Grundeinstellung verstärkte sich mit zunehmender Spieldauer. Die Freude und Dankbarkeit der Musiker über den gelungenen Abschluss ihrer ersten Tourhälfte schien in den Ansagen zwischen den Songs durch und fand seine Entsprechung in lauten Zugabe-Rufen am Ende. Die Band ließ sich nicht lange bitten und beendete nach zwei weiteren Songs ein überzeugendes Konzert.

Ende Oktober geht die Tour zum Album „Diamonds and Despair“ in Berlin weiter für Okta Logue. Man darf hoffen, dass sie Münster noch diverse weitere Male besuchen werden.

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