Joachim Gauck hält Laudatio auf König Abdullah von Jordanien Zwei Staatsoberhäupter kommen nach Münster

Münster -

Westfalen wird am Samstag in Jordanien einen einmaligen Popularitätsschub erleben. Wenn König Abdullah von Jordanien den Westfälischen Friedenspreis überreicht bekommt, wird das auch in den Nahen Osten übertragen.

Von Stefan Werding
Joachim Gauck hält Laudatio auf König Abdullah von Jordanien : Zwei Staatsoberhäupter kommen nach Münster
Bundespräsident Joachim Gauck (r), der jordanische König Abdullah II. bin Al-Hussein und Königin Rania kommen am Samstag nach Münster. Foto: dpa

Bundespräsident Joachim Gauck wird die Laudatio halten. „Das ist für die Menschen dort ein wichtiges Zeichen“, meinte Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), am Mittwoch über die bevorstehende Preisverleihung. Und: „Wir wissen, dass der Preis für den König und sein Volk eine große Bedeutung hat.“

Neben dem jordanischen König bekommt auch die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste den Preis. Für sie wird Thomas Oppermann die Laudatio halten. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion war selbst für die Jugendorganisation aktiv, die besonders durch ein internationales Freiwilligenprogramm und ihre Workcamps bekannt ist.

Jury: Abdullah II. steht für toleranten und weltoffenen Islam

Zinkann wiederholte vor Journalisten die Gründe für die Auszeichnung König Abullah II.: Jordanien habe eine friedliche, stabile Regierung „in einem krisengeschüttelten Umfeld“ und sich für Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Palästina geöffnet. Dass das in einem der wasserärmsten Länder der Welt, das nicht im Reichtum schwimme, friedlich möglich sei, „hängt mit der Leistung des Königs zusammen“. Abdullah II. stehe für einen toleranten und weltoffenen Islam. „Deswegen meinen wir, dass er ein prädestinierter Preisträger ist“, sagte Zinkann.

Am Samstag sollen Interessierte die Preisträger und die Laudatoren auf dem Sentenzbogen sehen können. Der Prinzipalmarkt werde für Busse zwar dicht sein, aber einen Blick auf den König und seine Königin sollen Fußgänger schon werfen können. Geplant ist das für etwa 12.45 Uhr.

Hannelore Kraft wird nicht, wie geplant, die Gäste begrüßen, weil ihre Mutter gestorben ist. Der jordanische König wird vor dem Besuch in Münster noch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin treffen. Am Abend vor der Preisverleihung ist ein Abendessen im Hotel „Hof zur Linde“ in Münster-Handorf geplant. Wo der König mit seiner Frau übernachten wird, sagten Sprecher der WWL aus Sicherheitsgründen nicht.

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