Enge Kooperation mit den Stadtwerken Stadtwerke sollen Bäder nicht betreiben

Münster -

Der Sportausschuss berät in seiner Sitzung am Mittwoch, ob die Schwimmbäder künftig in einen Eigenbetrieb der Stadt übergehen. Dieser soll eng mit den Stadtwerken kooperieren.

Von Karin Völker
Schwimmbäder wie die Coburg sollen künftig in einen Eigenbetrieb der Stadt übergehen.
Schwimmbäder wie die Coburg sollen künftig in einen Eigenbetrieb der Stadt übergehen. Foto: Oliver Werner

Die städtischen Bäder sind bisher eine amtliche Angelegenheit – genau gesagt, die Sache des Sportamtes. Über alternative Betriebsführungsmodelle, die ein flexibleres, kundenfreundlicheres und kostengünstigeres Management ermöglichen, wird seit Jahren debattiert – und nun hat die Unternehmensberatung „ Ernst & Young “ im Auftrag der Stadt verschiedene Betriebsführungsmodelle geprüft. Danach kommt eine Überführung des Bäderbetriebs in eine Anstalt öffentliches Rechts oder in eine städtische GmbH ebenso wenig infrage wie die vollständige Übernahme des Bädermanagements durch die Stadtwerke .

Der Sportausschuss berät in seiner Sitzung am Mittwoch das Ergebnis der Prüfung und die Empfehlungen der Verwaltung: Danach sollen die Bäder künftig in einen Eigenbetrieb der Stadt übergehen, der mit den Stadtwerken eng kooperiert.

Ein städtischer Eigenbetrieb sind etwa auch die Abfallwirtschaftsbetriebe. Die Angestellten bleiben Mitarbeiter der Stadt. Dieses Modell verursacht nach Einschätzung der Unternehmensberater den geringsten Organisationsaufwand. Die Führung der Bäder durch eine städtische GmbH oder durch die Stadtwerke, ihrerseits selbst eine GmbH der Stadt, dagegen würde in hohem Umfang personalrechtliche Schwierigkeiten nach sich ziehen, heißt es.

Das Management der Bäder als städtischer Eigenbetrieb führt nach Ansicht der Verwaltung zu einer größeren Eigenständigkeit, und ermöglicht durch die Betriebsleitung eine wirtschaftliche Führung. Dabei soll der künftige Bäderbetrieb eng mit den Stadtwerken kooperieren. Davon verspricht sich die Stadt die Beteiligung der Bäder in Marketingkampagnen der Stadtwerke und kombinierte Tickets. Publikumsträchtige Veranstaltungen könnten durch die Unterstützung der Stadtwerke in die Bäder geholt werden. Denkbar sei auch die Übernahme der technischen Betreuung durch die Stadtwerke. Stadt und Stadtwerke sollen nun ein Konzept entwickeln – und darin soll es auch um die eine Veränderung der Öffnungszeiten in den Bädern gehen. An deren mangelnder Flexibilität gibt es seit langem Kritik.

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