Julia Neigel bei „Sebel+?=Montag“ Ein Abend im Schatten an der Wand

Münster -

Große Ereignisse werfen ihre Schatten an die Wand: So war es am Montagabend. Da war Julia Neigel Überraschungsgast der Konzertreihe „Sebel+?=Montag“. Mit einem begeisternden Auftritt beendete sie den Abend mit insgesamt vier Bands.

Von Gunnar Pier
Julia Neigel auf der Jovel-Bühne: Als Stargast überraschte sie am Montagabend die Besucher beim „Sebel+?=Montag“-Konzert.
Julia Neigel auf der Jovel-Bühne: Als Stargast überraschte sie am Montagabend die Besucher beim „Sebel+?=Montag“-Konzert. Foto: Gunnar A. Pier

Lange nichts gehört von Jule Neigel , die in den 80er und 90er Jahren mit Hits wie „Schatten an die Wand“ und „Sehnsucht“ auf dem Weg zum Superstar war. Hatte die Frau mit der kraftvollen Stimme etwa ihre Power verloren? Keineswegs, wie sie am Montag eindrucksvoll bewies. Vielmehr waren es private Turbulenzen, die sich mit beruflichen Streitereien vermischten und der Karriere ein jähes Ende setzten. Die Krise ist überwunden, jetzt kann sie wieder – als „ Julia “ statt „Jule“.

Für ihren rund halbstündigen Auftritt hatte sie sich ein interessantes Programm ausgedacht, spannte einen Bogen von „Lilli Marleen“ über den Soul-Kracher „The Love of a woman“ bis hin zu ihrem wohl bekanntesten Hit „Schatten an der Wand“ – in einer extralangen Version mit vielen Soli.

Wie immer bei diesen Konzerten war die Show mit der Jovel-Hausband nur kurz geprobt – und lebte so von Spontanität und der gemeinsamen Begeisterung für live gelebte Rockmusik. Und von Julia Neigels Ausstrahlung: Die 50-Jährige hat nach wie vor diese unverwechselbare kraftvolle Stimme, mit der sie schon damals alle in ihren Bann zog.

Vorangegangen war ihrem Auftritt am Montag ein gut zweistündiges Programm , das Gastgeber Sebel selbst mit einem packenden Set zusammen mit der Jovel-Hausband eröffnete.

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Als Gäste begrüßte er dann erst den Liedermacher Frère, der sich bei seinen etwas eigenwilligen Liedern selbst auf der Gitarre begleitete, bevor die Band Pinski für ein druckvolles Intermezzo sorgte, das Sebel mit „auf die Fresse“ charakterisierte.

Alles gut. Doch am Ende standen sie dann doch alle im Schatten. Im Schatten an der Wand eben.

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