Modellprojekt soll vorangetrieben werden Hanffreunde sind jetzt ein Verein

mÜNSTER -

Die im April 2014 gegründete Bürgerinitiative „Hanffreunde Münster“ ist nun ein eingetragener Verein. Sie ist nach eigener Darstellung bundesweit die erste Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbandes (DHV), die sich als eingetragener Verein konstituiert hat. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Gründungsversammlung online per Skype-Konferenz stattfand, sodass die aus Studiengründen umgezogenen Mitglieder ebenfalls teilhaben konnten, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Ex-Polizeipräsident Wimber am Infostand der Hanffreunde Münster.
Ex-Polizeipräsident Wimber am Infostand der Hanffreunde Münster. Foto: Robert Brungert

Mit der Vereinsgründung erlange die Gruppe Rechtsfähigkeit und eine stärkere Struktur. Die in Folge des Bürgerantrags für ein Cannabis-Modellprojekt in Münster gegründete Gruppe sei somit noch besser aufgestellt für die zukünftige Vereinsarbeit, heißt es. Co-Bürgerantragsteller und Mitstreiter Robert Brungert ist erfreut und erklärt: „Die Vereinsgründung ist unser klares Signal: Wir bleiben und kämpfen weiter gegen die Kriminalisierung von Patienten und Genusskonsumenten.“ Sprecher Micha Greif ergänzt: „Wir wollen verstärkt auch über Cannabis als hochwertiges Arzneimittel aufklären. Es ist in Deutschland bereits für über 60 Diagnosen anerkannt worden.“

Mit zahlreichen Aktionen wie Unterschriftensammlungen, Infoständen, Exkursionen, einem erfolgreichem Vorschlag im Bürgerhaushalt, hatten die Hanffreunde Münster Grüne, Linke, SPD, FDP, ÖDP/Piraten und UWG gewonnen, um das Modellprojekt zu unterstützen – gegen die Stimmen von CDU und AFD, heißt es in der Mitteilung. Die von der Stadt Münster organisierte Fachkonferenz hierzu soll am 13. Dezember stattfinden.

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