Arbeit wird in Düsseldorf gebündelt Diakonie verlagert 100 Stellen

Münster -

Münster verliert eine weitere Einrichtung mit überregionaler Bedeutung. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die derzeit noch zwei Geschäftsstellen in Düsseldorf sowie am Friesenring in Münster unterhält, wird künftig ihre Arbeit in Düsseldorf bündeln.

Von Klaus Baumeister
Bis 2019 will die Diakonie rund 100 Arbeitsplätze verlagert. 
Bis 2019 will die Diakonie rund 100 Arbeitsplätze verlagert.  Foto: Oliver Werner

Bis 2019 werden laut Verbandssprecher Reinhard van Spankeren rund 100 Arbeitsplätze verlagert. „Die Details des Übergangs wird der Vorstand mit der Mitarbeitervertretung verhandeln.“ Geplant ist nach einem Beschluss des Verwaltungsrates, das Diakonie-Gebäude in Düsseldorf auszubauen und zudem ein benachbartes Gebäude anzumieten.

Die Zusammenführung der rund 235 Mitarbeiter in eine gemeinsame Geschäftsstelle ist laut van Spankeren die Konsequenz aus der bereits erfolgten Fusion der früher eigenständigen Diakonischen Werke im Rheinland sowie in Westfalen-Lippe. „Die Tendenz ist schon seit 2008 klar“, so der Pressesprecher in Anspielung auf die bereits vor Jahren angestellten Überlegungen zu Konzentration der Arbeit.

Wie aus einem Brief hervorgeht, der unserer Zeitung vorliegt, hat unter anderem „die räumliche Nähe zur Landesregierung“ den Ausschlag gegeben für den Standort Düsseldorf und gegen den Standort Münster. Düsseldorf ist bereits der Sitz der als eingetragener Verein arbeitenden Diakonie .

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ist der größte Landesverband in Deutschland und repräsentiert 4900 evangelische Sozialeinrichtungen mit 130.000 Mitarbeitern. Das Gebiet, das ab 2019 allein von Düsseldorf aus betreut wird, umfasst neben Nordrhein-Westfalen auch Teile von Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen.

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