WSA informiert über den Neubau der Laerer-Landweg-Brücke Anwohner sind nicht erfreut

Münster -

Der nächste Bauabschnitt am Dortmund-Ems-Kanal steht bevor: Die Arbeiten an der Laerer-Landwegbrücke beginnen am kommenden Dienstag. Sie werden für die Anwohner einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen.

Von Lukas Speckmann
Die Arbeiten an der Laerer-Landwegbrücke beginnen am kommenden Dienstag.
Die Arbeiten an der Laerer-Landwegbrücke beginnen am kommenden Dienstag. Foto: spe

Man weiß nicht, wer schlimmer dran ist: Die Anwohner zwischen Kanal und Umgehungsstraße, die noch ein paar Jahre lang im Würgegriff mehrerer Großbaustellen leben müssen. Oder die Verantwortlichen vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), die den wenig begeisterten Betroffenen die Bauentwicklung erklären müssen – aber nicht jede der zahlreichen Fragen auf Anhieb zufriedenstellend beantworten können.

Am Mittwochabend stellten Heinz-Jakob Thyßen und Bauleiterin Marlene Klaas vom WSA in einem überfüllten Feuerwehrhörsaal den neuesten Abschnitt der Kanalbaustelle vor: die Laerer-Landweg-Brücke . Sie soll bis Sommer 2018 fertig sein. Baubeginn ist am kommenden Dienstag (4. Oktober).

Die Baustelle wird für das angrenzende Viertel einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Die Sperrung der Uferwege für Radfahrer und Fußgänger ist noch das vergleichsweise kleinste Übel, die lässt sich mit Umleitungen auf beiden Kanalseiten umgehen. Größer wird der Umweg für Autofahrer, für die ab Januar 2017 die Laerer-Landweg-rücke dicht ist, und die dann über die Pleistermühlenweg-Brücke fahren müssen. Das gilt auch für die Buslinie 14, für die am Maikottenweg eine neue Buskehre eingerichtet wird. Die bestehenden Haltestellen werden angefahren, die Taktung aber reduziert.

Die Baustelle beginnt mit der Errichtung einer Baustraße parallel zum Kanaluferweg. Dann wird eine Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer gebaut, die sich am Modell des Schillerstraßen-Provisoriums orientieren, aber um einiges benutzerfreundlicher sein soll – schließlich wird sie bei der nächsten Brückenbaustelle weiterverwendet.

Der Brückenneubau und die Anpassung der Rampen ist der dickste Brocken. Denn die neue Brücke ist 20 Meter länger und doppelt so schwer wie die alte – das ist der Preis für 70 Zentimeter mehr Durchfahrtshöhe. Das heißt aber auch, dass die Rampen länger und womöglich steiler werden. Nur eines wird die neue Brücke nicht: breiter. Denn die Stadt hat bereits vor über zehn Jahren entschieden, kein Geld etwa für neue, von den Anliegern durchaus erwartete Fahrradwege zuzuschießen. Die 6,6 Millionen Euro Baukosten trägt also der Bund; die EU gibt 20 Prozent dazu.

Die Belastung einzelner Straßen, die Dichte des Baustellenverkehr, die Erreichbarkeit des Viertels, der Zeitplan des Kanalausbaus – vieles blieb im Ungefähren. Man sei im regen Austausch mit der Stadt, betonte Thyßen. Versichert wurde, dass die Arbeiten in der Regel montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr stattfinden und zwar ohne großen Stillstand. In einzelnen Bauphasen müsse unter Umständen auch am Wochenende gearbeitet werden.

 

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