OB verbreitet Aufbruchstimmung Kein Platz für Zukunftsangst

Münster -

Oberbürgermeister Markus Lewe hat ein positives Münster-Bild. Das dokumentierte er in seiner Haushaltsrede am Mittwochabend vor dem Rat in Sätzen wie: „Verunsicherung und Zukunftsangst sind nicht das Gefühl der Stadt.“

Von Klaus Baumeister
Diese Grafik beschreibt die wichtigsten Aufgabenfelder der Stadt sowie die wichtigsten Einnahmequellen.
Diese Grafik beschreibt die wichtigsten Aufgabenfelder der Stadt sowie die wichtigsten Einnahmequellen. Foto: Jürgen Christ

Vor diesem Hintergrund sei er auch fest davon überzeugt, dass die Stadtgesellschaft die richtigen Antworten auf die Herausforderungen finden werde. Dies um so mehr, als die Rahmenbedingungen denkbar günstig seien: „In keiner anderen kreisfreien Stadt in Nordrhein-Westfalen ist die Arbeitslosenquote niedriger als in Münster .“

Die Herausforderung, die Münster zu bewältigen habe, sei das anhaltende Wachstum: „Münsters Infrastruktur passt nur für 250 000 Einwohner“, sagte er im Hinblick auf die längst überschrittene 300 000-Einwohner-Marke. „Aufwendungen in hohem Maß sind erforderlich, um insbesondere Verkehr, Bildung und Wohnungen dem neuen Bedarf anzupassen.“

Der Oberbürgermeister erinnerte daran, dass Münster in den vergangenen zehn Jahren um 34 000 Einwohner gewachsen sei, in den zehn Jahren zuvor aber „nur“ um 6000 Bürger.

Ausdrücklich würdigte Lewe die Erfolge am Wohnungsmarkt und machte dies an einem Beispiel fest: Im ersten Halbjahr 2016 seien 7,8 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Vergleichszeitraum 2015 erteilt worden.

Als einen klaren Standortvorteil bezeichnete Markus Lewe den hohen Anteil junger Menschen. „In Münster leben aktuell mehr als 16 000 Kinder unter sechs Jahren.“ In diesem Zusammenhang sei auch zu bedenken, dass „40 Prozent der Geflüchteten Kinder und Jugendliche sind“.

Die Aufgabe, neue Kita-Plätze zu schaffen, liegt somit für den Oberbürgermeister auf der Hand. 4000 Plätze sollen es bis 2020 sein.

Damit nicht genug: Da die vielen Kinder das komplette Bildungssystem durchwandern werden, sieht er auch bei den Schulen einen großen Bedarf an Sanierungen und Erweiterungen.

Bildung und Wissen seien „die wichtigste Zukunftsressource Münsters“. Hierbei bezog der Oberbürgermeister die rund 62 000 Studenten mit ein.

Abschließend warf der Oberbürgermeister in seiner Haushaltsrede noch einen Blick auf die Skulpturen-Ausstellung im nächsten Jahr. „Eine erfolgreiche Stadt wie Münster braucht Kreativität, braucht Nischen und Brüche, braucht den Dialog der Kultur.“

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