Vocatium 2016 in der Halle Münsterland Direkt den Chef fragen

Münster -

Den Dialog mit Ausstellern und Schülern fördern möchte die Messe Vocatium Münsterland, die auch noch am Donnerstag Schülern aller Schultypen über Berufswahl und Studium informiert und in Einzelgesprächen informiert.

Von Maria Meik
Auch die Alexianer sind bei der Vocatium Münsterland 2016 in der Messehalle vertreten.
Auch die Alexianer sind bei der Vocatium Münsterland 2016 in der Messehalle vertreten. Foto: Oliver Werner

Was er einmal werden will? Nicolai Rahm vom Kant-Gymnasium macht auf diese Frage eine klare Ansage: „Millionär!“ Doch erst einmal möchte der 17-Jährige Physik studieren, während Jan Wortkötter, ebenfalls vom Kant, Ingenieurwesen als Studium an der Fachhochschule Münster anvisiert. Die beiden waren am Mittwoch in der Halle Münsterland vollends damit beschäftigt, sich über ihren weiteren Weg nach der Schulzeit zu informieren.

Information und Einzelberatung – es wimmelte nur so von Schülern und Schülerinnen aller Schultypen bei der Messe Vocatium Münsterland 2016, die zum vierten Mal auch noch am heutigen Donnerstag über die Bühne geht. Das Institut für Talententwicklung (IfT) mit 70 Standorten deutschlandweit hat die Fachmesse für Ausbildung und Studium mit 48 Ausstellern auf die Beine gestellt – und in diesem Jahr noch eins draufgesetzt mit der „Vocatium plus“ für jugendliche Flüchtlinge und Migranten.

Und denen galt das Augenmerk beim „Round Table“ mit Bürgermeisterin Karin Reismann , dem stellvertretenden Generalvikar des Bistums Münster , Dr. Jochen Reidegeld, dem Kreisvorsitzenden der CDU Münster, Josef Rickfelder, Marion Berghaus, Leiterin des Jugendausbildungszentrums JAZ, dem Geschäftsführer der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe, Gottfried Wacker, sowie mit Antje Semmelmann, Lehrkraft der Internationalen Förderklassen am Hans-Böckler-Berufskolleg. Sie tauschten sich aus zum Thema „Integration auf dem richtigen Wege?! Die ‚Vocatium plus‘ unterstützt.“

„Die Motivation ist da. Die jungen Flüchtlinge suchen Schutz und wollen Fuß fassen. Wir müssen sie begleiten, ihnen helfen und alle Unterstützung geben. Denn Bildung ist ein wichtiger Teil der Integration, um in den Job zu kommen“, hob Projektleiterin Leyla Korkmaz hervor.

„Die berufliche Integration der geflüchteten Menschen stelle eine Kernaufgabe dar“, sagte Karin Reismann, die auf die verschiedenen Projekte in dieser Stadt einging, bei denen junge Menschen in ihrer individuellen Lebenssituation begleitet werden. „Münster ist gut aufgestellt.“ Josef Rickfelder lobte das ehrenamtliche Engagement. „Wir brauchen Zuwanderung, wenn es bei uns, so wie bislang weitergehen soll. Er wünschte jedem Flüchtling einen Paten, der ihm Mut mache und ihn aufmuntere.

Als Bereicherung sieht Dr. Reidegeld die jungen Flüchtlinge. Sie könnten es gar nicht verstehen, wenn deutsche Jugendliche nicht zur Schule gehen wollten, wie er es in einer Einrichtung erlebt hat. Und so wirke das Bedürfnis der Flüchtlinge, zu lernen, wiederum motivierend.

Um für die Messe zu werben wurden nach Auskunft von Tina Schäfermeyer, Geschäftsführerin von IfT West, die Schulen direkt aufgesucht. 1800 Schüler von 38 Schulen informierten sich jetzt und nahmen über 2100 berufsorientierende Gesprächstermine pro Tag wahr. Wohin es die meisten zog? Antwort: Zur Polizei.

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