Stadt Münster gründet Unternehmen „Konvoy“ für Kasernen Chef über 2900 Wohnungen

Münster -

Das Unternehmen bekommt den Namen Konvoy, was eine Mischung ist aus (Konv)ersion, (O)xford-Kaserne und (Y)ork-Kaserne. So jedenfalls steht es in einem Beschlussvorschlag, der am Mittwoch im Rat verabschiedet werden soll.

Von Klaus Baumeister
Das Gelände der York-Kaserne soll demnächst so wie auf diesem Modell aussehen (vorne der Albersloher Weg). Um das Millionenprojekt umsetzen zu können, gründet die Stadt Münster ein eigenes Unternehmen.
Das Gelände der York-Kaserne soll demnächst so wie auf diesem Modell aussehen (vorne der Albersloher Weg). Um das Millionenprojekt umsetzen zu können, gründet die Stadt Münster ein eigenes Unternehmen. Foto: Oliver Werner

Konvoy soll als städtisches Unternehmen für die „Verbesserung der Wohnraumversorgung in Münster durch die Entwicklung der Grundstücksareale der ehemaligen York- und Oxford-Kasern“ sorgen, wie es in den Unterlagen heißt. Die Aufgaben: „Erwerb, Baureifmachung, Bewirtschaftung und Veräußerung“ der Flächen in Gremmendorf und Gievenbeck.

Zum Hintergrund: 2012 haben die britischen Soldaten die York-Kaserne verlassen, 2013 auch die Oxford-Kaserne. Seitdem laufen die Planungen für die Schaffung neuer großer Wohnquartiere auf den beiden Arealen. Eigentümer ist die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima). Die bislang ergebnislosen Verkaufsverhandlungen sollen, wie aus dem von Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier verantworteten Beschlusspapier hervorgeht, „bis spätestens Mitte 2017“ abgeschlossen werden.

Das neue Unternehmen ist als ein rein städtisches Unternehmen geplant. Der Verzicht auf private Mitgesellschafter wird damit begründet, dass man nur so in der Lage sei, „die städtischen Interessen am effizientesten durchzusetzen“. Darüber hinaus erspare sich die Stadt bei diesem Vorgehen ein „zeitaufwendiges Ausschreibungsverfahren“.

Die FDP hatte angeregt, private Projektentwickler mit einer Minderheitsbeteiligung zuzulassen. Diesen Vorschlag greift die Stadtverwaltung nicht auf, weist aber darauf hin, dass „private Investoren frühzeitig bei der Vergabe von Baufeldern angesprochen“ werden sollen.

Das Stammkapital des neuen Unternehmens beträgt eine Million Euro. Im Haushalt 2017 sieht jedoch bislang nur 250 000 Euro veranschlagt.

Im Bereich der York-Kaserne sollen rund 1800 Wohnungen entstehen, auf dem Gelände der Oxford-Kaserne rund 1100. Es sind die aktuell wichtigsten Wohnprojekte in Münster.

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