Ab 1. Januar keine Gelben Säcke mehr 10,5 Planstellen fallen bei den AWM weg

Münster -

Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM), Remondis, AWM und jetzt wieder Remondis: Die Abfuhr der Gelben Säcke im Stadtgebiet Münster rotiert seit Jahren. Zum 1. Januar 2017 übernimmt der private Entsorger Remondis die Regie, weil er die Ausschreibung beim Dualen System für den Gelben Sack gewonnen hat.

Von Klaus Baumeister
Gelbe Säcke am Straßenrand gehören in Münster zum Stadtbild. Die Abfuhr geht in neue Hände über.
Gelbe Säcke am Straßenrand gehören in Münster zum Stadtbild. Die Abfuhr geht in neue Hände über. Foto: bn

Nach Auskunft von Manuela Feldkamp , Unternehmenssprecherin der AWM, fallen 10,5 Planstellen weg. Ob es zu Kündigungen beim städtischen Eigenbetrieb kommt, konnte sie am Montag nicht sagen: „Die Personalplanungen für 2017 stehen im November an.“

Die Abfallwirtschaftsbetriebe seien in der Lage, so Feldkamp, flexibel auf die neue Situation zu reagieren. Ein Teil der Mitarbeiter verfüge über zeitlich befristete Arbeitsverträge. Auch sei es möglich, im Zusammenhang mit der „wachsenden Stadt“ Mitarbeiter in anderen Bereichen unterzubringen, etwa wenn einzelne Bezirke bei der Müllabfuhr größer werden. Schließlich gehen die AWM nach Auskunft ihrer Sprecherin auch davon aus, dass Remondis einigen der beim Einsammeln der Gelben Säcke tätigen Mitarbeiter ein Übernahmeangebot machen werde.

Dass es auch umgekehrt geht, hat sich im vergangenen Jahr gezeigt, als die AWM die Müllaufbereitungsanlage in Coerde von Remondis übernommen haben. Da wechselte Personal von Remondis zu den AWM.

Ein früherer Ausschreibungsgewinn der AWM beim Gelben Sack führte vor Jahren zu Diskussionen, weil neues Personal eingestellt wurde, während ein vorangegangener Auftragsverlust ohne Personalabbau abgewickelt worden war.

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