Entscheidung des Verwaltungsgerichtes steht bevor Größere Bauchschmerzen beim Send-Sonntag

Münster -

Dürfen die Geschäfte in Münsters Innenstadt zum Herbst-Send am 30. Oktober nun öffnen oder nicht? Die Kaufmannschaft und der Einzelhandelsverband, die Stadt und die Schausteller blicken mit großen Erwartungen, aber auch großer Anspannung auf die bevorstehende Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Münster, die nach Informationen unserer Zeitung in der kommenden Woche verkündet werden soll.

Von Ralf Repöhler
Dürfen die Geschäfte in Münsters Innenstadt zum Herbst-Send am 30. Oktober nun öffnen oder nicht? Darüber muss das Verwaltungsgericht entscheiden.
Dürfen die Geschäfte in Münsters Innenstadt zum Herbst-Send am 30. Oktober nun öffnen oder nicht? Darüber muss das Verwaltungsgericht entscheiden. Foto: Annette Waschbüsch

Eine weitere Entscheidung zu dem politisch beschlossenen verkaufsoffenen Sonntag im Advent, am 4. Dezember, steht ebenfalls noch aus, nachdem die Gewerkschaft Verdi gegen das Votum des Stadtrates geklagt hatte. Ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes geht von zwei getrennten Beschlüssen aus, sodass nach dem Send-Sonntag „zeitnah“ über den Adventssonntag entschieden werden soll. Insider rechnen damit, dass eher der Send-Sonntag als der Sonntag im Dezember wackeln könnte. Grund: Die Innenstadtgeschäfte sind ein Stück weiter entfernt vom Schlossplatz.

Das Verwaltungsgericht hatte bereits zwei verkaufsoffene Sonntage im Stadtteil Hiltrup zum Weinfest und zum Lichterfest kassiert. Ebenfalls sprachen sich die Richter gegen einen verkaufsoffenen Sonntag am zweiten Advent an der Hammer Straße aus, „da die für die Ladenöffnung zum Anlass herangezogenen Weihnachtsmärkte im Zentrum von Münster in ihrer Wirkung auf das Besucheraufkommen nicht prägend sind“, so die Begründung.

Die Stadt hofft darauf, dass die Traditionsveranstaltungen und Publikumsmagnete Send und Weihnachtsmarkt weiterhin um die Sonntagsöffnung ergänzt werden dürfen. Dass sich das Gericht mit der Entscheidung Zeit lasse, interpretieren Beobachter als ein „Zeichen der Hoffnung.“ Je nach richterlicher Entscheidung wird der Beschluss Folgen haben für die sonntäglichen Geschäftsöffnungen beim Hansemahl und Handorfer Herbst.

Parallel zu den gerichtlichen Verfahren sollen die Münsteraner bei einem Bürgerentscheid am 6. November über die Zukunft der verkaufsoffenen Sonntage in der Stadt entscheiden.

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