Individuelle Stadttouren Auf heißen Reifen durch Münster

Münster -

In Münster gibt es jetzt die erste Hot-Rod-Verleihstation. Mit kleinen Cabrio-Cityflitzern kann man zu Sehenswürdigkeiten in der Region cruisen. „Fahrspaß pur“, so der Anbieter.

Von Helmut P. Etzkorn
Im Hot Rod fühlt man sich fast wie ein Rennfahrer.
Im Hot Rod fühlt man sich fast wie ein Rennfahrer. Foto: hpe

Das Gewicht der Autos wurde reduziert, ein stärkerer Motor eingebaut. Vor 70 Jahren waren es „junge Rebellen“, die sich in Amerika in aufgemotzten Kleinwagen Beschleunigungsrennen lieferten. Die Geburtsstunde der sogenannten Hot-Rods, die ein Mix aus Straßenfahrzeug und Rennwagen waren.

Die wesentlich „zahmeren“ Nachbauten erobern inzwischen als attraktive Citytourautos zum Selbstfahren die Metropolen. Nach Düsseldorf, Essen, Hamburg, Berlin und Flensburg gibt es jetzt auch in Münster die Hot-Rod-City-Tours, Chef der ersten Vermietstation in der Region ist Rudolf Faber .

Und die kleinen Flitzer, bis zu 88 Stundenkilometer schnell, beschleunigungsstark und nach einer kurzen Einweisung leicht zu fahren, bieten auf jeden Fall Open-Air-Fahrspaß pur. Allerdings nur, wenn es nicht regnet und man nicht in Hauptverkehrszeiten durch Münster cruisen will. Denn beim Blick aus dem Cockpit der kleinen und ziemlich engen Cabrios auf die Autos nebenan, wirkt selbst ein Smart schon recht bullig. Beim Lkw an seiner Seite fühlt man sich nicht wohl, man kommt sich schutzlos vor.

Die „Go-Karts mit Straßenzulassung“ (Faber) werden in der englischen Fahrzeugmanufaktur Wenckstern gebaut und kosten rund 13 000 Euro im Basismodell. Faber hat sich zum Start an der Verleih­-­Station Trauttmansdorffstraße 95 (KÜS-Gelände) fünf Hot-Rodder zugelegt, 2017 will er die Flotte auf zehn Renner ausbauen. „Besonders bei jungen Leuten sind die Fahrzeuge beliebt, aber eine typische Zielgruppe gibt es nicht“, so Faber.

Bremsen und Gas geben, mehr geht nicht. Abwürgen kann man die Autos nicht. Die Lenkung ist hart wie der Sitz, man hockt quasi auf der Fahrbahn und spürt deutlich jede Bodenwelle oder den Gullydeckel unter sich. Rennwagenfeeling eben ohne technischen Schnickschnack einer voll ausgestatteten Komfort-Limousine.

Bei allen Touren, vorwiegend zu touristischen Zielen in der Region und individuell nach Kundenwunsch, fährt ein Guide im Leitfahrzeug mit. Man kann als Einzelfahrer buchen oder als Gruppe mehrere Fahrzeuge ordern. Der obligatorische Helm inklusive Unterziehhaube wird gestellt, ein Führerschein der Klasse 3 oder B ist nötig.

Die Stunden-Tour kostet 49 Euro, zwei Stunden gibt es für 89 Euro. Umweltfreundlich sind die lautstarken Benziner nicht, aber Hot-Rods mit Elektromotor sind laut Faber „bereits in Planung“. (hotrod-citytour-muenster.com)

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