Ratsfraktion lehnt Neubau ab Promenaden-Bebauung hat keine Chance

Münster -

Ein markanter Neubau am Aegidiitor in Höhe der Gaststätte Kruse Baimken hat keine Chance, im Rat eine Mehrheit zu finden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Nachfrage unserer Zeitung bei den Ratsfraktionen. Im Zusammenhang mit der geplanten städtebaulichen Aufwertung des Aegidiitors hatte die SPD bereits am Montag mitgeteilt, keine Bebauung direkt an der Promenade zuzulassen.

Von Klaus Baumeister
Diese Spitze am Aegidiitor soll nicht bebaut werden, so die Ratsfraktionen.
Diese Spitze am Aegidiitor soll nicht bebaut werden, so die Ratsfraktionen. Foto: Matthias Ahlke

Am Dienstag nun teilte der CDU-Fraktionschef Stefan Weber mit: „Der Lindenkranz der Promenade bleibt unangetastet.“ Die sicherlich wünschenswerte Aufwertung des Aegidiitors müsse ohne das auskommen. 

Weber befindet sich damit genau auf der Wellenlänge von GAL-Fraktionschef Otto Reiners. Beide Parteien bilden ein gemeinsames Ratsbündnis. 

Zankapfel Rasenfläche

Reiners erklärte: „Wir wollen keine Veränderung der Optik an dieser Stelle.“ Eine Überplanung des bestehenden Parkplatzes am Aegidiitor indes schloss der GAL-Sprecher nicht aus: „Hier können wir Grünen uns sehr wohl eine signifikante Bebauung vorstellen, die die Eingangssituation zur Innenstadt gut betont.“

Zankapfel in der Debatte ist auch nicht der Parkplatz, wohl aber die benachbarte Rasenfläche, die direkt bis an den Kreuzungsbereich am Stadtgraben reicht und die bei Architekten Begehrlichkeiten ausgelöst hat.

Neubau würde optisch beinträchtigen

Gleichwohl verkündete auch FDP-Fraktionschefin Carola Möllemann-Appelhoff : „Wir können uns hier eine Bebauung nicht vorstellen“. Alles Weitere werde die weitere Debatte zeigen. Der Fraktionssprecher der Linken, Rüdiger Sagel, bezeichnete die strittige Fläche als „absolute Tabuzone“.

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Parteiübergreifend äußerten die Kommunalpolitiker die Sorge, dass die Sichtbeziehungen durch einen Neubau an dieser Stelle markant verändert würden. Fußgänger, Radler und Autofahrer, die sich auf der Aegidiistraße stadtauswärts bewegen, müssten erst an dem Gebäude vorbei, um einen Blick auf den Aasee werfen zu können. Auch Radler, die vom Ludgerikreisel in Richtung Aegidiitor fahren, müssten mit optische Beeinträchtigungen rechnen.

Die Frage einer Bebauung dieser Nase ist Teil nicht öffentlicher Beratungen über die Zukunft des Areals.

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