Sahle eröffnet Seniorenwohnanlage Paulinum Kinderhaus Neuer Impuls für die Schleife

Münster-Kinderhaus -

Die Seniorenwohnanlage Paulinum Kinderhaus umfasst 81 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Mit der Namensgebung wird an den Unternehmensgründer Paul Sahle erinnert. Auf einer Grundstücksfläche von 6674 Quadratmetern sind in fünf Wohngebäuden der Anlage an der Killingstraße und Brüningheide 4285 Quadratmeter Wohnfläche entstanden.

Von Katrin Jünemann
Eröffneten das Paulinum Kinderhaus (v.l.): Friedrich Sahle, Oberbürgermeister Markus Lewe, Uwe Sahle und Staatssekretär Michael von der Mühlen
Eröffneten das Paulinum Kinderhaus (v.l.): Friedrich Sahle, Oberbürgermeister Markus Lewe, Uwe Sahle und Staatssekretär Michael von der Mühlen Foto: kaj

Als Albert Sahle vor etwa drei Jahren in die Planung für den Neubau im Wohngebiet Brüningheide einstieg, war ihm vor allem eines wichtig: Er wollte kein neues Zitadellen-Stück. Auf ihn wirke die Bebauung der Schleife wie eine Burg, sagte er.

Deshalb gab es mit Sahle an der Killingstraße 1-7 keine erneute Randbebauung. Das mittelständische Familienunternehmen ließ das Hochhaus abreißen und errichtete eine mehrteilige Seniorenwohnlage. Seit Montag trägt sie nun offiziell den Namen Seniorenwohnanlage Paulinum Kinderhaus und umfasst 81 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Mit der Namensgebung wird an den Unternehmensgründer Paul Sahle erinnert.

Zur Eröffnung kam neben Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe , Vertretern aus Politik, Verwaltung, von Partnerunternehmen, der Geschäftsführung von Sahle Wohnen und Bewohnern auch Besuch aus der Landeshauptstadt.

Uwe Sahle berichtete, schon sein Vater habe sich gegen die schwarze Monotonie der 70er Jahre in der Schleife gesträubt und ein anderes Erscheinungsbild für den Wohnkomplex Killingstraße 2 bis 12 (124 Wohnungen) gewählt. „Einheitsbrei darf es nicht geben“, sagte Sahle auch mit Blick auf die neue Seniorenwohnanlage, die direkt neben dem Sprickmannplatz liegt. „Ich hoffe, dass der kleine Edeka einen guten Nachfolger bekommt“, sagte Uwe Sahle in Rekurs auf die Nahversorgung der Bewohner.

Michael von der Mühlen, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Wohnungsbauministerium, lobte die Architektur des Neubaus und unterstrich: „Sie haben einen neuen Akzent gesetzt. Das wird der Siedlung einen neuen Impuls geben“, so von der Mühlen.

Auch Oberbürgermeister Markus Lewe lobte die Seniorenwohnanlage als „wunderbares Projekt städtebaulicher Architektur“.

Im April 2012 kam das Objekt Killingstraße 1-7, die ehemalige Nau-Immobilie, für 1,6 Millionen Euro bei einer Zwangsversteigerung vor dem Amtsgericht Münster unter den Hammer. Es gehört seitdem zum Wohnungsunternehmen Sahle.

Vor wenigen Wochen sind die Häuser mit einem grünen Innenhof und auch mit Grün drumherum fertiggestellt worden. Das Investitionsvolumen beträgt 10,8 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen förderte das Projekt mit 7,67 Millionen Euro.

Auf einer Grundstücksfläche von 6674 Quadratmetern sind in den fünf Wohngebäuden der Anlage an der Killingstraße und Brüningheide 4285 Quadratmeter Wohnfläche in 81 Wohneinheiten entstanden. Die Wohnungsgrößen reichen von 44 bis 64 Quadratmeter, die Nettomiete beträgt 6,25 Euro.

Anliegen ist es, älteren Menschen so lange wie möglich ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen und zu Kommunikation und gemeinsamen Aktivitäten anzuregen. So gehören zum Paulinum auch eine rund 100 Quadratmeter große, offene Begegnungsstätte und das neue Kundencenter von Sahle Wohnen. Die Ausstattung der Häuser sind auf die Wohnbedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten. Alle Zugänge sind barrierefrei.

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