Aus nach 121 Jahren Krimphove ist nun Geschichte

Münster -

Eine Ära geht zu Ende: Am Samstag verabschiedete sich die Konditorei Krimphove in der Ludgeristraße nach 121 Jahren von ihren Gästen.

Von Oliver Werner
Die Konditorei Krimphove verabschiedete sich am Samstag (v.l.): Thomas Weiper, Karl und Silvia Krimphove und Hartmut Jentsch.
Die Konditorei Krimphove verabschiedete sich am Samstag (v.l.): Thomas Weiper, Karl und Silvia Krimphove und Hartmut Jentsch. Foto: Oliver Werner

„Wir können Konditorei und Café nicht neu erfinden“, sagt Inhaber Karl Krimphove und bezieht sich damit auf das veränderte Verhalten der Kunden. In den 60er-Jahren verkaufte die Konditorei 25 Torten täglich und beschäftigte 33 Mitarbeiter. Heute sind es noch drei Beschäftigte.

Köstlichkeiten wie die Torte mit Schokoladenguss, Rum und Holundersirup gehörten zu den Spezialitäten des Hauses. Aber es gab auch Frühstück, Snacks oder eine Eistheke. Thomas Weiper, Karl und Silvia Krimphove und Hartmut Jentsch sagten am Samstag ihren Gästen Tschüss.

Die Geschichte der Krimphoves

Alle Krimphoves stammen von einem „krimpeligen Hof“ in Warendorf. Es gibt eine Bäcker- und eine Postratslinie. 1860 kam Bäcker Heinrich Krimphove nach Münster. Er hatte drei Söhne, von denen sich Heinrich Krimphove am Bült niederließ, Stammhaus der Bäckerei von Georg Krimphove. Anton Krimp­hove baute sein Geschäft an der Ludgeristraße auf, Bernhard Krimphove an der Frauenstraße. Anton Krimphove hatte vier Töchter, als seine Frau starb. In zweiter Ehe bekam er drei Söhne. Einer davon war der Vater des heutigen Café-Betreibers an der Ludgeristraße und hieß Karl Krimphove. Sohn Karl ist heute die dritte Generation 

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