New Names im Jovel Rock, Rap und Rock’n’Roll

Münster -

„, New Names – Music for Tolerance’ – Toleranz bedeutet hier vor allem auch Toleranz gegenüber allen verschiedenen Musikrichtungen“, meinte Steffi Stephan zu Beginn des Konzerts im Jovel Club. Und so traten bei der jüngsten Auflage der Reihe drei Bands auf, deren Kontrast kaum größer sein könnte.

Von Joris Duffner
Tom Schult & The Rock’n’Roll Trio rundeten das stilistisch abwechslungsreiche Konzert im Jovel Club ab.
Tom Schult & The Rock’n’Roll Trio rundeten das stilistisch abwechslungsreiche Konzert im Jovel Club ab. Foto: jdu

Den Auftakt machte Help Me Goliath. In der aktuellen Besetzung spielt die Rockband seit zwei Jahren zusammen. „Ich würde sagen, wir machen Alternative Rock im weitesten Sinne, mit viel Atmosphäre und elektronischen Elementen. In letzter Zeit gibt es auch ein paar härtete Einflüsse, die man dem Hardcore zuordnen würde“, sagte Bassist Alex.

Viel Atmosphäre – dieses Versprechen konnte die Band um Sängerin Sarah in jedem Fall halten und rockte den Jovel Club. „Für die Zukunft haben wir das Ziel, mehr Festivals auch außerhalb von Münster zu spielen“, kündigte Sarah an.

Die musikalische Kehrtwende Nummer eins kam mit dem zweiten Auftritt. Kid Soul – das sind normalerweise Tap am DJ-Pult und Earl Calope am Mic. Tap musste jedoch kurzfristig absagen, und so sprang DJ Nick Middex ein. „Ich habe immer viel Rap gehört, rappe aber selbst noch gar nicht so lange“, meinte Earl Calope, der vorher viel mit Soul-Musik zu tun hatte. „Seit etwa einem Jahr bin ich mit Tap als Kid Soul zusammen. Ich denke, man merkt schon, dass ich auch Sänger war.“ Und tatsächlich klang Kid Soul keineswegs einfach nur wie klassische Rapmusik, sondern erschuf dadurch, dass Earl Calope immer mal wieder melodische Elemente einfließen ließ, einen ganz eigenen Stil.

Die zweite 180-Grad-Wende folgte mit Tom Schult & The Rock’n’Roll Trio. Tom Schult hatte von Rock’n’Roll über Rockabilly bis Doo Wop einiges zu bieten. Nur nicht, wie viele vielleicht erwartet hätten, Cover-Versionen. „Die Musik, die wir machen, gibt es schon ewig. Es gibt aber nur ganz wenige Bands, die sich ihr in der Form verschreiben, dass sie neue Stücke schreiben. Das macht uns einfach Spaß“, sagte Tom Schult. „Es ist Gute-Laune-Musik, es ist Schmusemusik und es ist Heile-Welt-Musik – was das ganze Land im Moment braucht!“

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