Fünftklässler Gesamtschule: Aufnahme nach Noten-Quoten

Münster -

Die Gesamtschule Münster Mitte musste erneut fast 200 Kinder abweisen. Für die Vergabe der 112 Plätze gilt ein streng geregeltes Aufnahme-Verfahren.

Von Karin Völker
So soll der zweite Bauabschnitt für den Neubau der Gesamtschule Münster-Mitte einmal aussehen. Er liegt nördlich der ehemaligen Überwasserschule. 
So soll der zweite Bauabschnitt für den Neubau der Gesamtschule Münster-Mitte einmal aussehen. Er liegt nördlich der ehemaligen Überwasserschule.  Foto: Stadt Münster

Die Gesamtschule ist bei münsterischen Eltern stark nachgefragt. Kathrin von Hagen , Leiterin der bisher einzigen städtischen Gesamtschule, hat gerade die 112 Kinder per Los ermittelt, die zum kommenden Schuljahr aufgenommen werden. Fast 200 Kinder sind dabei leer ausgegangen – und viele ihrer Eltern entsprechend enttäuscht.

Die Gesamtschule Mitte hat in Absprache mit der Bezirksregierung exakt Aufnahme-Quoten nach Zeugnisnoten festgelegt: 50 Prozent der künftigen Schüler haben auf ihrem aktuellen Grundschulzeugnis einen Notenschnitt von 2,0 und besser. 35 Prozent einen Notenschnitt bis einschließlich 2,9 und 15 Prozent einen Schnitt unter 3,0. Grob entspreche dies den von den Grundschullehrern ausgesprochenen Empfehlungen für das Gymnasium, die Realschule oder die Hauptschule, so von Hagen. Die Notengrenzen seien festgesetzt worden, „um die Vergabe der Plätze rechtssicher zu gestalten“. Bisher, so die Schulleiterin, habe es noch keine Klagen vor Gericht gegeben. Die Zusammensetzung der Schülerschaft entspreche in etwa den Übergangsquoten zu den weiterführenden Schulen in ganz Münster .

Von Hagen freut sich darüber, dass die Gesamtschule zunehmend für Eltern interessant sei, deren Kind eine Gymnasialempfehlung habe. Unter den 309 angemeldeten Kindern waren in diesem Jahr 102, die voll (49) oder eingeschränkt (53) für den Besuch des Gymnasiums empfohlen sind. Aufgenommen wurden von ihnen 56. Im ersten Jahrgang, der 2012 startete, waren nur 52 Kinder mit Gymnasialempfehlung angemeldet worden, in den beiden folgenden Jahren 74 beziehungsweise 76.

Kathrin von Hagen ist froh, dass es voraussichtlich im Schuljahr 2016/17 eine weitere städtische Gesamtschule im Ostviertel geben soll. „Wir werden dann hoffentlich nicht mehr so viele Kinder abweisen müssen.“

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