Crowdfunding-Aktion für „Sanitäter vor Ort“ Spenden sammeln für schnelle Hilfe

Metelen -

Das Internet soll helfen: Mittels Crowdfunding sammeln die Initiatoren von „Sanitäter vor Ort“ im Netz Spenden für ihr Projekt. Sie hoffen, dass so viel Geld zusammenkommt, dass sie sogar ein Defibrillator-Gerät zur Wiederbelebung nach Herzstillstand kaufen können.

Von Dieter Huge sive Huwe
Initiator Thomas Krabbe, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Metelen.
Initiator Thomas Krabbe, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Metelen. Foto: Huge sive Huwe

Das Projekt „Sanitäter vor Ort“, mit dem verletzten Menschen schnelle Hilfe direkt vor Ort geleistet werden soll, nimmt immer konkretere Formen an. Aktuell sammelt die Initiative, in der sich Helfer des Deutschen Roten Kreuzes ( DRK ), des Malteser-Hilfsdiensts (MHD) und der Freiwilligen Feuerwehr zusammengeschlossen haben, Geld, mit dem die notwendige Ausrüstung gekauft werden soll. Die Initiatoren setzen dabei auf das Internet.

„Wir nutzen die Crowd­funding-Plattform der Volksbank Gronau-Ahaus, um Spenden einzuloben“, erläuterte Thomas Krabbe . Er ist Vorsitzender des hiesigen Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes und derjenige, der das Projekt nach einem Einsatz im Vorjahr mit auf den Weg brachte. Damals gelang es ihm gemeinsam mit einem weiteren Helfer, einen Passanten in einer Notsituation sofort zu helfen, noch ehe der Rettungswagen vor Ort war.

Kostbare Minuten

Genau das ist ja auch der Ansatzpunkt der „Sanitäter vor Ort“. „Wir sind zwar in der glücklichen Situation, dass wir gleich drei Rettungswachen in der Nähe haben, die rund um die Uhr besetzt sind“, erläuterte Krabbe und verwies auf die Wachen in Ochtrup, Burgsteinfurt und Heek. Dennoch dauere es stets bis zu zehn Minuten, ehe die Profis mit dem Rettungswagen und im Nachgang dann auch der Notarzt vor Ort sind.

Kostbare Minuten, die mitunter über Leben und Tod entscheiden oder die wichtig sind, um wichtige Körperfunktionen aufrechtzuerhalten, damit Spätfolgen verhindert werden.

Rasch zur Stelle

Die „Sanitäter vor Ort“ sind entsprechend der Aufgabe Menschen, die vor Ort wohnen und von denen etliche auch in Metelen arbeiten. Sie können schnell am Unfallort sein, sind rasch zur Stelle, wenn ein Mensch etwa einen Herzinfarkt erleidet.

Die notwendige Ausrüstung für die Erste Hilfe haben sie dabei. Sie ist in einem Rucksack verstaut, Material für die Beatmung, die Absaugung und auch für das Messen des Blutdrucks, dazu Verbandsmaterial. „Solch eine Tasche kostet befüllt etwa 500 Euro“, berichtet Krabbe und erläutert, dass 23 Soforthelfer, die auch beim DRK, dem MHD oder der Wehr aktiv sind, mitmachen werden. „Sie alle haben eine Fachausbildung, die von Mitgliedern des Rettungsdienstes bis hin zu Sanitätshelfern reicht.“

„Wir sind vom Personal her so aufgestellt, dass wir jederzeit starten können“, gibt sich Krabbe optimistisch, dass das Projekt „Sanitäter vor Ort“ auch an der Finanzierung der Ausrüstung nicht scheitern wird. Spendengelder seien bereits als finanzieller Grundstock eingegangen.

Derzeit sei man noch mit dem Kreis Steinfurt in Gesprächen darüber, wie die ausgebildeten Soforthelfer aus dem Ort optimal in die Alarmkette eingebunden werden können. Die Funkmelder haben die Aktiven ja eh aufgrund ihrer Tätigkeiten in den Hilfsorganisationen oder der Wehr ständig bei sich.

Die Idee der Spendensammlung über das Internet ist nicht neu. Andere Initiativen im Ort, wie die für den Bürgerradweg Samberg oder der Verein „Klangkultur“, der das Kinkerlitzchen-Festival organisiert, nutzten ihn.

Krabbe hofft, dass möglicherweise so viele Gelder zusammenkommen, dass aus dem Topf auch noch der Kauf eines Defibrillator-Gerätes zur Wiederbelebung nach Herzstillstand möglich ist. Aktuell gibt es einen davon im öffentlichen Raum Metelens. Er hängt im Rathaus, ist also nicht zugänglich, wenn die Verwaltung geschlossen ist.

Die Idee der Sanitäter vor Ort

Ein Helfer spurtet so schnell es geht zum Notfall-Einsatz, ein zweiter kommt nach und bringt auf dem Weg den Defibrillator mit, der in einem Schrank im SB-Bereich der Volksbank deponiert wird. Damit wären dann zwei Helfer vor Ort, die sich um den Patienten kümmern, bis Rettungswagen und Notarzt eintreffen.

Crowdfunding

Für das Projekt „Sanitäter vor Ort“, das es auch in anderen Kommunen des Kreises Steinfurt gibt, sammelt die Initiative auf der Internet-Plattform „Viele-schaffen-mehr“der Volksbank Gronau-Ahaus Spendengelder. Auf der Web-Seite wird das Projekt auch anhand eines Films über den Einsatz eines Defibrillators erläutert.


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