Glasfaser In zwei Wochen fällt die Klappe

Laer -

Am 27. Januar endet die Frist für die Bedarfsabfrage der Unternehmensgruppe der Deutschen Glasfaser in Laer und Holthausen. Groß war das Interesse an einem Infoabend im „Haus Veltrup“. Dabei zeigte sich der Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins, Gerrit Thiemann, zuversichtlich, dass die restlichen zehn Prozent bis dahin noch erreicht werden.

Von Rainer Nix
Vor vollem Saal erläuterte der Projektleiter der Deutschen Glasfaser Unternehmensgruppe Michael Molitor (kleines Foto) Details zur Glasfasertechnik  
Vor vollem Saal erläuterte der Projektleiter der Deutschen Glasfaser Unternehmensgruppe Michael Molitor (kleines Foto) Details zur Glasfasertechnik   Foto: Nix

Technische Aspekte des Glasfaseranschlusses standen am Dienstag im Mittelpunkt des Informationsabends, zu dem der Dorfmarketingverein Laer und die Unternehmensgruppe der Deutschen Glasfaser ins „Haus Veltrup“ eingeladen hatte. Im rappelvollen Saal begrüßte der Geschäftsführer des Dorfmaketingvereins, Gerrit Thiemann, die zahlreichen Besucher. Groß war ihr Interesse an den Details, die auf jene Haushalte zukommen, die an das Netz angeschlossen werden möchten.

Die Nachfragebündelung ist bis zum 27. Januar (Samstag) verlängert, doch dann müssen endgültig 40 Prozent der in Frage kommenden Haushalte zugestimmt haben. „Zurzeit liegen wir bei rund 32 Prozent“, sagte der verantwortliche Projektleiter Michael Molitor von der Unternehmensgruppe der Deutschen Glasfaser.

„200 Verträge entsprechen rund zehn Prozent“, erläuterte Gerrit Tiemann. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich in den verbleibenden zwei Wochen noch genug Laerer für das High-Speed-Internet begeistern lassen.

Ausgangspunkt für das neue Glasfasernetz ist der so genannte „Point of Presence“, kurz PoP genannt. Ein garagenartiges Gebäude wird für das Netz hergerichtet und dient als Hauptverteiler. Von dort aus werden Leitungen zu kleineren Unterverteilern, den „Distribution Points“ (DP) und von dort aus in jede Straße verlegt. Lehrrohre können in einem komfortablen Verfahren unter dem Gehweg durchgezogen werden.

Für jedes Haus, das einen Anschluss bekommen soll, wird eine Glasfaser vom Hauptstrang abgezweigt. Die Hausbesitzer müssen die Leitungswege im Haus vorbereiten. Es können Leerrohre, Kabelschächte, Bohrlöcher und ähnliches genutzt werden.

Zirka drei bis vier Wochen vor dem Start der Tiefbauarbeiten stehen Hausbegehungen auf dem Programm, kündigte Molitor an. Dabei würden alle wichtigen Details geklärt. Nach erfolgter Installation könne ein Standard-Router genutzt werden, dem allerdings in Punkto WLan-Reichweite und Bedienungskomfort Grenzen gesetzt seien.

Wer bereits ein Gerät besitzt, findet wichtige Hinweise auf der Website der Deutschen Glasfaser. Auch eine Fritz-Box oder ähnliche Produkte lassen sich anschließen. Der Kunde kann sich für einen Vertrag zwischen 100, 200 oder 500 Mbit/Sek. entscheiden.

Hervorgehoben wurde die Robustheit des Glasfaserkabels. „Nur ein Bagger kann ihm wirklich gefährlich werden“, erklärte Michael Molitor. Störungen durch Blitzschlag oder anderes wie beim Kupferrohr gebe es nicht. Mit einem Glasfaseranschluss sei man technisch für viele Jahre gerüstet, erläuterte der Projektleiter weiter. „Wir bauen ein offenes Netz“, betonte er, „unser Ziel ist genau wie das der Telekom, ein Netz anzubieten, bei dem der Kunde die freie Wahl der Anbieter hat“. Noch ist die Deutsche Glasfaser diesbezüglich mit mehreren Anbietern in Verhandlungen.

Vorgesehen ist für die Kabelverlegung ein fest umrissenes Areal in der Gemeinde Laer, das nicht sämtliche Haushalte umfasst. „Privatwirtschaftliche Tragbarkeit“ sei dabei ausschlaggebend gewesen. Zu diesem Punkt gab es Kritik aus den Besucherreihen. So wurde bemängelt, dass ein seit zwei Jahren bereits bestehendes Baugebiet nicht erfasst worden sei. Thiemann versprach entsprechende Verhandlungen, um möglichst vielen Bürgern einen Anschluss zu ermöglichen. Auch ein Glasfaser-Ausbau des Gewerbegebietes könne vorgenommen werden. Allerdings hinge das davon ab, ob die 40 Prozent-Marke bei den Privathaushalten erreicht werde.

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