Konzert Winterlieder mit viel Gefühl

Laer -

Winterlieder mal anders: Im alten Speicher war die Vokalistin Stephanie Klco-Brosius mit dem Snowfall-Ensemble zu Gast. Ganz kurzfristig sprang ein alter Bekannter ein und half aus.

Von Annegret Rose
Geballte musikalische Klasse: Christine Rudolf, Stephanie Klco-Brosius, Matthias Fleige und Jürgen Knautz (v.l.) im alten Speicher.
Geballte musikalische Klasse: Christine Rudolf, Stephanie Klco-Brosius, Matthias Fleige und Jürgen Knautz (v.l.) im alten Speicher. Foto: Annegret Rose

Ausverkauftes Haus beim festlichen Weihnachtskonzert am Freitagabend im alten Speicher : Zu Gast war die Vokalistin Stephanie Klco-Brosius . Die gebürtige Amerikanerin lebt seit 20 Jahren in Münster und trägt wegen ihres sperrigen Nachnamens den Künstlernamen Stephanie K. Mit coolem Swing und sanften Balladen begeisterte sie das Laerer Publikum.

Dass die Weihnachtszeit noch immer geheimnisvoll und liebenswert sein kann, hörte man der wohl ausgewählten Sammlung internationaler Lieder an. Stephanie K. musste vor dem Konzert noch eine kurzfristige Umbesetzung in ihrem Snowfall-Ensemble vornehmen. Für den plötzlich erkrankten Pianisten Peter Kräubig sprang ein bekannter Laerer, der Musiker Matthias Fleige, ein.

Aber die Improvisation war kein Problem: Beide haben bereits miteinander musiziert und eine CD produziert. Die spontane Herausforderung meisterten sie mit jazzigen Posaunen- und Gitarreneinsätzen von Fleige mühelos.

Zu dem hochkarätig besetzten Snowfall-Ensemble gehört die Violinistin Christine Rudolf und der Bassist Jürgen Knautz, von dem die ausgeklügelten Arrangements stammen. Mit „Have Yourself a Merry Little Christmas“ zog Stephanie K. ein bisschen sexy, aber durchaus weihnachtlich charmant ihr Publikum in den Bann. Das lag an dem feinen Sound, den sie durch ihre warme, helle Stimme unterstrich. Und auch zwischen den Liedern wusste die Wahl-Münsterländerin zu unterhalten: Dass sie selbst vierfache Mutter ist, erzählte die Sängerin, auch, dass sie in diesem Jahr einen ihrer Söhne vermisse, weil er auf Hawaii weilt.

Sie ließ die Sehnsucht, die sie mit Weihnachten verbindet, in ihren Gesang einfließen. Besonders trat dies in den Songs „Caramel“ (Suzanne Vega) und „A Child is born“ (Thad Joannes) hervor, als ihre variationsreiche Stimme mit der Violine verschmolz.

Dazu riefen immer wieder Solo-Einlagen der Violinistin Christine Rudolf und des Bassisten Jürgen Knautz das Publikum zum spontanen Beifall auf. Den erhielt auch Matthias Fleige, denn seine Posaune triumphierte bei den romantischen Melodien der Winterlieder . Selbst alte, wohl bekannte Lieder, wie „Jingle Bells“ und „White Christmas“ erklangen in den neuen Beats frisch und munter.

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