Flüchtlinge erzählen ihre Geschichte Zwölf Gesichter – Zwölf Geschichten

Laer -

Zur Zeit leben 160 Menschen in der Gemeinde Laer, die ihre Heimat aufgrund von Krieg und Verfolgung verlassen mussten. Zwölf von ihnen erzählen, wie es ihnen ergangen ist und welche Hoffnungen sie haben.

Von Heinrich Lindenbaum
Freuen sich auf die Ausstellung (v.l.: Die Akteure Jamshid Ahmad, Franziska Lengers, Dr. Abdulmunem Dahman, Quadratulla Kakrhil, Ulrike Kluck, Bert Schulte, Drissa Keita, Sayedahmad Hashimi , Bürgermeister Peter Maier, Mina Setayesh, Josef Laumann, Gerrit Thiemann und Julia Pattberg.
Freuen sich auf die Ausstellung (v.l.: Die Akteure Jamshid Ahmad, Franziska Lengers, Dr. Abdulmunem Dahman, Quadratulla Kakrhil, Ulrike Kluck, Bert Schulte, Drissa Keita, Sayedahmad Hashimi , Bürgermeister Peter Maier, Mina Setayesh, Josef Laumann, Gerrit Thiemann und Julia Pattberg. Foto: Heinrich Lindenbaum

„Erzähl mir Deine Geschichte: 12 Gesichter - 12 Geschichten von Flüchtlingen in Laer “ ist der Titel einer Ausstellung, die am 18. Oktober (Dienstag) um 18 Uhr im Rahmen des „Café International“ im Ratssaal eröffnet wird. Zugleich ist dies in einer Broschüre zusammengefasst, die dann auch zu haben ist, ganz kostenlos.

Zur Zeit leben 160 Menschen in der Gemeinde Laer, die ihre Heimat aufgrund von Krieg und Verfolgung verlassen mussten.

„Wir sehen in den Medien dramatische Bilder von Flüchtlingen, aber sie bleiben für uns anonym. Jeder dieser Personen hat schreckliche und bedrückende Erfahrungen gemacht, die ihn bewogen haben, allein oder mit der Familie sein Heimatland zu verlassen. Sie sind mit vielen Hoffnungen und Erwartungen zu uns gekommen. Wir wollen die Menschen, die hier in Laer als unsere Nachbarn leben, dabei unterstützen, aus der Anonymität heraus zu kommen“, erklärt Franziska Lengers die Beweggründe für diese Ausstellung.

Anfang des Jahres entstand die Idee, einige dieser Flüchtlinge zu Wort kommen zu lassen. So erhält jede Geschichte ein Gesicht und die Menschen kommen aus der Anonymität heraus. Man lernt die Menschen, die aus anderen Kulturkreisen kommen, besser kennen. Das vereinfacht auch Kontakte mit ihnen zu knüpfen, sind die Initiatoren überzeugt.

„Ich finde es sehr mutig von den Flüchtlingen hierbei mitzumachen. Wer die Geschichte dieser Menschen kennt, kann sie besser verstehen und auch in ihrem Anderssein akzeptieren“, ist Franziska Lengers überzeugt.

Sie ist sich sicher, dass diese Dokumentation als Ausstellung und als Broschüre, den Prozess der Integration, der immer auch beidseitig ist, erleichtert.

„Als afghanischer Journalist hatte Jamshid Ahmad einen direkteren Zugang zu den Flüchtlingen. So gelingt es ihm, eine Beschreibung der Geschichten auf seine ganz besondere Art zu präsentieren“ bedankt sich Franziska Lengers für die Bereitschaft, dieses Projekt zu unterstützen. Für die Übersetzungen konnten Julia Pattberg , Ulrike Kluck und Ammar Sahiony gewonnen werden. Für die finanzielle Unterstützung sorgten viele Spender auf dem Laerer Weihnachtsmarkt, Dr. Martina und Dr. Gerhardus Kreyenborg, Gerrit Thiemann und die Kolpingfamilie Laer.

Gast der Ausstellungseröffnung ist Ruprecht Polenz aus Münster , der aus seiner Sicht die Situation von Flüchtlingen in den Krisengebieten schildern wird. Er verfügt über eine umfangreiche Erfahrung und Einblicke, die er auf seinen vielen Reisen in den Nahen Osten erfahren hat.

► Die Ausstellung ist an den Wochenenden 22. und 23., 29. und 30. Oktober und am 5. und 6. November immer von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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