Statik von Gebäude ist in Ordnung Nach Lkw-Unfall: Wie geht es mit der Antonius-Kapelle weiter?

Horstmar -

Der Vorstand der Antoniusbruderschaft tagt am Donnerstagabend. Bei der Zusammenkunft soll besprochen werden, wie es mit der Antonius-Kapelle am Schöppinger Berg weitergeht. Das erklärte Pfarrdechant Johannes Büll auf Anfrage dieser Zeitung. Wie er weiter berichtete, hätten die Untersuchungen ergeben, dass die Statik des unter Denkmalschutz stehenden Gotteshauses in Ordnung sei und dieses voraussichtlich saniert werden könnte.

Von Sabine Niestert und Franz Neugebauer
Statik von Gebäude ist in Ordnung: Nach Lkw-Unfall: Wie geht es mit der Antonius-Kapelle weiter?
Foto: Jens Keblat

Genau vor einer Woche ist ein Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug in die Antonius-Kapelle am Schöppinger Berg in Horstmar gekracht. Der Laster drückte die Seitenwand des unter Denkmalschutz stehenden Gotteshauses ein und beschädigte es schwer. Der Gebetsraum wurde durch Stützpfeiler abgesichert, um einen möglichen Einsturz zu verhindern (wir berichteten).

Pfarrdechant Johannes Büll kann sich noch genau an den 3. Januar erinnern. „Ich war gerade auf einer Tagung und bekam die Nachricht über eine WhatsApp passend zum Frühstück“, berichtet der Geistliche, der als Leitender Pfarrer mit der Materie befasst ist, weil sich die Antoniuskapelle im Besitz der Kirchengemeinde St. Gertrudis befindet.

Anstrengender Einsatz am Unglückstag

„Wir gehen davon aus, dass die Kapelle saniert werden kann“, erklärt der Seelsorger auf Anfrage dieser Zeitung zur aktuellen Situation. Denn wie Untersuchungen ergeben hätten, sei die Statik in Ordnung.

„Es ist ein Segen, dass sich die Antoniusbrüder seit 248 Jahren so gut um die Kapelle kümmern“, lobt der Geistliche das ehrenamtliche Engagement der Mitstreiter rund um den Vorsitzenden Heinz Schütte. So haben diese sich nach ihrem anstrengenden Einsatz am Unglückstag und den Tagen danach gleich am Samstag abermals getroffen, um die Bruchsteine – dabei handel es sich um Baumberger Sandstein – in Sicherheit zu bringen und bei einem Bauern zwischenzulagern. Diese sollen wieder eingebaut werden.

Bevorstehende Schritte 

Am Donnerstagabend tage der Vorstand der Antoniusbruderschaft, um weitere Einzelheiten zu besprechen, so der Pfarrdechant weiter. Bis zum Patronatsfest, das zum Namenstag des Heiligen Antonius (Swinetüns) am 17. Januar (Mittwoch) gefeiert wird, hofft der Kirchenstand über die bevorstehenden Schritte noch mehr Klarheit zu haben.

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„Ich bin stolz auf meine Mitglieder“, freut sich Heinz Schütte, der seit 18 Jahren an der Spitze der Gemeinschaft steht, über den Gemeinschaftssinn der Antoniusbrüder, die am Samstag fleißig mit anpackten. Horstmars Bürgermeister war es ein Anliegen, die an der Aktion Beteiligten mit flüssiger Nahrung zu versorgen.

Dabei machte Robert Wenking noch einmal deutlich, dass die Kapelle nicht nur ein bedeutsames Gebäude für die Stadt Horstmar sei, sondern auch für viele Autofahrer eine beliebte Zufluchts- und Anlaufstelle ist. Sie tragen dort Gott ihre Wünsche, Bitten sowie Sorgen vor und bitten um seinen Beistand.

Davon zeugen auch die zahlreichen Eintragungen im Gästebuch, das die Antoniusbrüder ebenfalls wie die zahlreichen anderen Gegenstände an einen sicheren Ort gebracht haben. Von der Beliebtheit der Kapelle zeugen auch die 13.000 Kerzen, die im Laufe des Jahres im Andachtsraum flackern.

Keine neue Erkenntnisse gibt es bei der ermittelnden Kreispolizei in Steinfurt zur Unfallursache. So geht diese nach wie vor davon aus, dass eine Windböe den schweren Lkw erfasst und von der Straße gedrückt hat.

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