Schwester Radegundis wird 99 Freude an schönen Dingen

Horstmar-Leer -

Das Leben nehmen, wie es kommt. Das ist einer der Grundsätze von Schwester Radegundis. Und ein Grund dafür, dass sie nun bereits ihren 99. Geburtstag feiern konnte.

Von Franz Neugebauer
Gratulierten Schwester Radegundis (M.) zum Geburtstag: Betreuungsassistentin Martina Brink-Revermann und stellvertretender Bürgermeister Ludger Hummert.
Gratulierten Schwester Radegundis (M.) zum Geburtstag: Betreuungsassistentin Martina Brink-Revermann und stellvertretender Bürgermeister Ludger Hummert. Foto: Franz Neugebauer

Im Kreise ihrer Mitschwestern feierte am Samstag im Haus Loreto Schwester Radegundis, geborene Maria Hueske, die Vollendung des 99. Lebensjahres. Zu den Gästen an diesem Ehrentag gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert, der die Glückwünsche der Stadt Horstmar überbrachte.

Alle erlebten während der Feierstunde in der Cafeteria des Schwesternheimes ein sehr rüstiges Geburtstagskind. „Das Leben so nehmen, wie es kommt, gelassen und zufrieden sein“, nennt die Ordensschwester Gründe für ihr körperliches Wohlergehen. Sie ist noch sehr interessiert am Geschehen in der Welt.

Schwester Radegundis ist auf einem Bauernhof in Stadtlohn geboren. Hier wuchs sie mit ihrer Schwester auf, die ebenfalls später Ordensschwester wurde. Noch sehr genau erinnert sie sich an die schweren Kriegszeiten, als die Bomben fielen und viele nichts zu essen hatten.

Schwester Radegundis trat in Münster in den Orden der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung ein. Sie legte ihre Erste Profess am 10. Mai 1949 und am 18. April 1954 ihre Ewige Profess ab. Ihr bewegtes Leben spiegelt sich auch darin wieder, dass sie in verschiedenen Orten tätig war – in Coesfeld, Gemen, Kevelaer, Gladbeck und alleine 16 Jahre in Stadtlohn. Überwiegend hat sie sich um das leibliche Wohl der ihr Anvertrauten gekümmert.

Seit 2012 genießt Schwester Radegundis das Leben auf Haus Loreto. Schwester Lucina erinnerte daran, dass alle Güter dieser Erde nur auf Zeit gegeben sind. Man möge es so halten, wie Schwester Radegundis: „Lebt Euer Leben, freut Euch auf den nächsten Tag, freut Euch an den schönen Dingen“. Sie hielt eine zuversichtliche Vorausschau: „Im nächsten Jahr wirst Du, liebe Mitschwester Radegundis, 100 Jahre. Dann kommen wir alle wieder zum Gratulieren.“

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