Tempo 50 am Zitter in Horstmar Landrat will möglichst schnell Abhilfe schaffen

Horstmar -

Wer mit dem Auto oder Fahrrad von der Straße „Koppelfeld“ auf die Steinfurter Straße (L 580) einbiegen möchte oder gar versucht, sie als Fußgänger zu überqueren, lebt gefährlich. Der Bereich an der Wegekapelle hoch oben auf dem Zitter birgt viele Risiken. Darüber sind die Anlieger des Baugebietes Koppelfeld, Bürgermeister Robert Wenking und Landrat Dr. Klaus Effing einer Meinung. Am Freitagnachmittag besuchte der Landrat auf Einladung der Horstmarer CDU den „neuralgischen Punkt“ auf der Hügelkuppe.

 Landrat Dr. Klaus Effing (2.v.li.) und Bürgermeister Robert Wenking (3.v.li.) ließen sich von Anwohnern des Koppelfeldes die Situation auf dem Zitter schildern.
 Landrat Dr. Klaus Effing (2.v.li.) und Bürgermeister Robert Wenking (3.v.li.) ließen sich von Anwohnern des Koppelfeldes die Situation auf dem Zitter schildern. Foto: Regina Schmidt

„Die Autos knallen hier häufig mit 100 km/h oder mehr vorbei“ berichteten die Anwohner. Erlaubt sind auf der L 580 an dieser Stelle 70 km/h. Allerdings beginnt die Tempobegrenzung erst kurz vor der Spitze des Zitter, vorher gilt Tempo 100. Zahlreiche Autofahrer „übersehen“ die Geschwindigkeitsbegrenzung und gehen erst von Gas, wenn am Fuße des Hügels am Ortseingang Horstmar das Tempo 50-Zeichen auftaucht. Das ist für die Menschen im Koppelfeld zu spät. „Wir beobachten die Raserei hier schon lange und machen uns insbesondere Sorgen um die Sicherheit der vielen Kinder im Baugebiet“, erklärten die Anwohner. Für Kinder und Radler, aber auch für Senioren und Behinderte sei es fast unmöglich, die Straße zu überqueren. Hinzu komme noch, dass Autos, die den Hügel hoch kommen, erst spät zu sehen sind. Die Anwohner fordern deshalb eine Geschwindigkeitsbegrenzung von der Alst bis zum Ortseingang Horstmar. „Es reicht aber nicht, durchgehend Tempo 70 vorzuschreiben. Oben auf dem Zitter sollte Tempo 50 gelten“, sagte Bürgermeister Robert Wenking . „Es wäre auch hilfreich, den Hinweis Tempo 50 auf die Fahrbahn zu schreiben, denn das sehen alle Fahrer deutlich und es ist wirkungsvoller als Schilder“, schlugen die Anwohner vor.

Landrat Dr. Klaus Effing zeigte, nachdem er sich persönlich ein Bild von der Situation gemacht hatte, viel Verständnis für die Befürchtungen der Anlieger: „Die Lage ist wirklich sehr gefährlich. Aber die vorgeschlagenen Maßnahmen sind ja relativ leicht umzusetzen. Da es sich um eine Landstraße handelt, werde ich mit dem Landesbetrieb Straßen NRW Kontakt aufnehmen und mich dafür einsetzen, dass möglichst schnell Abhilfe geschaffen wird.“

Nach der Ortsbegehung auf dem Zitter nahm der Landrat mit Bürgermeister Robert Wenking einen weiteren Gefahrenpunkt in Augenschein: die Kreisstraße 62 (Eggeroder Straße). Sie darf mit Tempo 100 befahren werden, erst ab Stadteingang Horstmar gilt Tempo 50, woran sich jedoch längst nicht alle Fahrer halten. Die Bewohner des Baugebietes „Stadtesch“ wünschen sich deshalb am Ortsschild zur Geschwindigkeitsreduzierung eine Einengung der Straße, zum Beispiel ein Baumbeet. Zusätzlich soll auch hier der Hinweis „50“ auf die Straße markiert werden. Dr. Klaus Effing sagte eine Überprüfung zu.

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