Löschzugübung in Leer Im Ernstfall gut geschützt

HorstmaR-Leer -

„Ich bin beeindruckt mit welcher Präzision die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Leer die Löschzugübung auf unserem landwirtschaftlichen Anwesen in Ostendorf 11 abgehalten haben. Besonders fiel mir der koordinierte Einsatz aller Feuerwehrmänner auf“, schwärmte Manfred Hölscher als Beobachter der Szenerie. Im Ernstfall fühle er sich gut geschützt.

Von Franz Neugebauer
Die Kälbchen stellten sich bei ihrer Rettung ein wenig störrisch an. Aber auch wie bei der Löschung des angenommenen Brandes: Der Leerer Löschzug hatte die Lage im Griff, die Wehrleitung war sehr zufrieden.
Die Kälbchen stellten sich bei ihrer Rettung ein wenig störrisch an. Aber auch wie bei der Löschung des angenommenen Brandes: Der Leerer Löschzug hatte die Lage im Griff, die Wehrleitung war sehr zufrieden. Foto: Franz Neugebauer

Das sei auf dem Anwesen Hölscher wegen der sehr verschachtelten Bauweise, der langen Gebäude und des gelagerten Heus und Strohs nicht einfach. Hinzu komme eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die man nicht betreten dürfe, machte Löschzugführer Thomas Selker bei der Jahresabschlussübung des Löschzuges Leer deutlich. Er hatte gerade aus diesem Grund das Anwesen an der ehemaligen Bleicherei Sickert ausgesucht. Michael Wallkötter hatte die Einsatzlage ausgearbeitet und war dabei von einem Brand im Werkstattbereich ausgegangen, der sich auf die Stallgebäude ausgebreitet hatte.

Mit allen Fahrzeugen rückten die Mitglieder des Leerer Löschzuges aus, dazu auch erstmals im Einsatz das neue Löschfahrzeug. „Es hat sich im Einsatz bewährt, es ist genau auf unsere Verhältnisse zugeschnitten“, bemerkte der stellvertretende Stadtbrandmeister Thomas Jüditz. Die Einsatzleitung übernahm Tobias Berkenharn.

Sechs Kinder werden vermisst, die Tiere sind in Gefahr, erfuhren die Männer beim Einsatz. Menschenrettung gehe vor, lautete die Devise. Zwei Kinder wurden relativ schnell geborgen. Vier weitere hatten versucht, die Kälbchen zu retten und waren in die Stallungen gelaufen. Doch auch diese konnten gefahrlos ins Freie gebracht werden. Nun machten sich die Feuerwehrmänner an die Rettung der Kälbchen, die sich ein wenig störrisch verhielten aber auch nach kurzer Zeit den angenommenen Brandherd verlassen konnten.

Wegen der langen Gebäude entschieden sich die Einsatzleiter in zwei Abschnitten zu löschen. Dabei wurde auch die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Steinfurt eingesetzt.

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