Aulakonzert in der Martinuskirche Grollende Orgel, gregorianische Choräle und Licht

Greven -

Orgel, Stimmen, aber auch die Martinus-Glocken nutzt Sebastian Bange, um der Lichtkunst des Künstlers Wolfgang Heuwinkel den rechten Ton zu geben.

Von Ulrich Reske
Die Lichtinstallationen von   Wolfgang Heuwinkel werden in einer kleinen Ausstellung schon jetzt in der Martinuskirche gezeigt. Sebastian Bange (links) und Stefan Erdmann freuen sich auf das besondere Aulakonzert am 30. Oktober.
Die Lichtinstallationen von   Wolfgang Heuwinkel werden in einer kleinen Ausstellung schon jetzt in der Martinuskirche gezeigt. Sebastian Bange (links) und Stefan Erdmann freuen sich auf das besondere Aulakonzert am 30. Oktober. Foto: res

„Mach mal“, ziemlich kurz und direkt lautete die Aufforderung von Wolfgang Heuwinkel an den Organisten und Freund Sebastian Bange, seine Lichtkunst musikalisch zu untermalen. Vorlage ist ein 75 Minuten langer Film mit unglaublichen Lichtprojektionen, der zu einem Gesamtkunstwerk komponiert werden sollte. Bange war rasch klar: „Für mich allein eine Nummer zu groß.“ Stefan Erdmann und die Aulakonzerte , aber auch die Choralschule der Benediktinerabtei holte der Kantor mit ins Boot. Das Ergebnis wird hörbar und sehbar als „Son et Lumière“, Licht- und Klangkunst, in St. Martinus am Sonntag, 30. Oktober, um 20 Uhr.

Orgel , Stimmen, aber auch die Martinus-Glocken nutzt Sebastian Bange, um der Lichtkunst des Künstlers den rechten Ton zu geben. Dabei greift er auf Stücke zeitgenössischer französischer Musiker zurück und fügt seine Improvisationen hinzu. Um all dies stimmig zu gestalten, hat der Organist ein Drehbuch erstellt, das die Lichtspiele in verschiedene Kapitel unterteilt: Feuriges, Verwirrendes, Beruhigendes. . . .

Dass all dies an einem spirituellen Ort stattfinden kann, ist für Aulakonzert-Organisator Stefan Erdmann allemal Grund genug, den angestammten Schulsaal zu verlassen. „Das gotische Kirchenschiff, die gregorianischen Choräle, dunkel-grollende Orgeltöne sind stimmig und lassen diese besondere Spiritualität entstehen.“ Ein Abend für die Sinne mit transzendenten Bezügen.

Der ungewöhnliche Charakter des Aulakonzertes wird auch durch die Art und Weise verstärkt, wie die Besucher dieses Ereignis rezipieren dürfen: Noch sitzend auf den harten Kirchenbänken im ersten Teil des Konzerts, dann aber durchaus gehend oder auch liegend auf Yogamatten in der östlichen Chorkapelle. Ein Experiment, fürwahr. Damit die Lichtprojektionen vor allen an den Gewölbedecken nicht zur Nackenstarre führen, empfehlen die beiden Organisatoren entsprechende Kissen.

Karten für „Son et Lumière“ gibt es im Vorverkauf ab sofort in der Buchhandlung Cramer & Löw in Greven, Marktstraße 28, ✆ 02571/ 971 29 und an der Abendkasse.

Der Eintritt beträgt je nach Platzkategorie 22, 20, 13 und neun Euro (ermäßigt mit Ausweis die Hälfte). Innerhalb der Kategorie haben die Besucher freie Platzwahl. Insgesamt stehen 560 Plätze zur Verfügung.

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