Marktplatz Großbaustelle voll im Plan

Greven -

Auch wenn es für Laien nicht so aussieht: Die Bauarbeiten am Marktplatz gehen zügig voran, man ist schon weiter als geplant.

Von Peter Beckmann
An den Betonresten, die auf dem Marktplatz liegen, kann man sehen, wie „gut“ der Brunnen verbaut war. Das Fundament für den neuen Standort mitten auf dem Platz ist schon gegossen. Derzeit werden noch diverse Leitungen verlegt. Aber ab Mitte der Woche wird gepflastert.
An den Betonresten, die auf dem Marktplatz liegen, kann man sehen, wie „gut“ der Brunnen verbaut war. Das Fundament für den neuen Standort mitten auf dem Platz ist schon gegossen. Derzeit werden noch diverse Leitungen verlegt. Aber ab Mitte der Woche wird gepflastert. Foto: Peter Beckmann

Es sieht wüst aus auf dem Marktplatz , sehr wüst. Überall Sandhaufen und Bauschutt – sollte dort nicht nur neu gepflastert werden? Wird es auch, und zwar in der kommenden Woche. „Mitte der Woche werden Schotter und Betonpflaster geliefert“, erklärt André Kintrup , Geschäftsbereichsleiter Verkehr und Grün bei den technischen Betrieben Greven , auf Anfrage unserer Zeitung.

Aber vorher standen noch andere Aufgaben auf dem Plan der Bauarbeiter. Da war zum einen der Brunnen, der auf die Platzmitte versetzt werden soll. Der hat den Arbeitern schon sehr viel Mühe bereitet, war so gut im Boden verankert, dass sie mit dem guten Stück sehr viel harte Arbeit hatten. Der Haufen Betonschrott, der auf dem Platz liegt, zeugt von der Verankerung des guten Stückes. „Aber die Arbeiter haben den Brunnen in einem Stück und unbeschädigt heraus bekommen.“

Und natürlich müssen die diversen Leitungen, die unter dem alten Pflaster verlegt waren, neu und ordentlich verlegt werden. Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation – im Untergrund war einiges los. Hinzu kommen Kanalsanierungen und die Erneuerung eines Wasseranschlusses eines der Häuser.

„Da kann manchmal der Eindruck entstehen, hier wird gar nicht gearbeitet, hier geht es nicht voran“, sagte Kintrup. Aber: Dem sei natürlich nicht so, im Gegenteil. „Wir liegen gut in der Zeit, haben sogar ein wenig Vorsprung.“

Im Osten des Platzes – also vor dem Café Liesenkötter, vor Optik Viehoff und der Commerzbank – geht es mit den Pflasterarbeiten los. „Der Zugang zu allen Geschäften bleibt aber auch während der Arbeiten gewährleistet“, verspricht Kintrup.

Während der Pflasterarbeiten dort wird in der Flucht der Marktstraße eine Baustraße angelegt, die die Fußgänger nutzen können.

Ist der Osten gepflastert, geht es von der Mitte des Platzes weiter. „In welche Richtung zuerst wird situationsbedingt entschieden.“

Unter dem neuen Betonpflaster wird ganz normal Sand und Schotter eingebaut, das alte Pflaster wird auf Drain-Beton gesetzt und dann versiegelt – ein so genannter voll gebundener Aufbau. Und deshalb musste auch der letzte Baum auf dem Marktplatz weichen. „Der Unterbau ist 45 Zentimeter hoch, da hätte der Baum kaum überlebt.“

Obwohl entgegen der ursprünglichen Planung die Arbeiter mit großem Gerät arbeiten können, wird der Marktplatz bis Ende des Jahres nicht komplett fertig werden. „Zu Weihnachten ist aber ein Großteil der Fläche geschlossen, und es kann auch ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt werden“, erklärte Kintrup. Im kommenden Jahr ständen dann noch Restarbeiten an.

Der Kostenrahmen wird voraussichtlich auch eingehalten. Für die Pflaster- und Oberbauarbeiten inklusive Kirchstraße sind 465 000 Euro veranschlagt, die Kanalsanierung kostet noch einmal 45 000 Euro. „In diesem Rahmen werden wir auch wohl bleiben“, zeigt sich Kintrup optimistisch.

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