„Kulturrucksack“ erstmalig in Greven Jugendliche schnuppern Bühnenluft

Greven -

Der vom Land geförderte „Kulturrucksack“ soll zehn- bis 14-jährige Jugendliche für Kunst und Kultur begeistern. Ganz gelungen ist das nicht, denn die Resonanz war eher mäßig. Ausnahme: der Abschlussabend.

Von Jannis Beckermann
Erste Bühnenerfahrung konnten die Teilnehmer des Workshops sammeln, ein Angebot, von dem aber nicht viele Jugendliche Gebrauch machten. Der Abschlussabend war aber dennoch ein voller Erfolg.
Erste Bühnenerfahrung konnten die Teilnehmer des Workshops sammeln, ein Angebot, von dem aber nicht viele Jugendliche Gebrauch machten. Der Abschlussabend war aber dennoch ein voller Erfolg. Foto: Jannis Beckermann

Coole Hip-Hop-Moves und gefühlvolles Singer-Songwriting in einem Programm? Ein bisschen hörte sich es sich nach „Kultur-Clash“ an, was da am Sonntagabend im Kesselhaus über die Bühne ging. Aber genau diese Mischung war ganz und gar gewollt: Über „zwei lebendige Kultur-Szenen, die aufeinander treffen“, freute sich jedenfalls Maria Muhle vom Jugendamt bei der Abschluss-Veranstaltung der Projekt-Reihe „ Kulturrucksack “.

Zehn- bis 14-jährige Jugendliche für Kunst und Kultur zu begeistern, ist Sinn und Zweck dieses Förderprogramms, das die NRW-Landesregierung aufgelegt hat. In Kooperation mit anderen Kommunen des Kreises Steinfurt beteiligte sich Greven in diesem Jahr erstmals an der Projektreihe. „Das war Premiere und Pionierarbeit zugleich“, fasste Maria Muhle beim Abschluss-Event die Erfahrungen zusammen.

Denn obwohl ein knappes Dutzend Jugendliche vor vollem Haus am Sonntagabend ein sehenswertes Programm präsentierten, fiel die Projekt-Bilanz insgesamt eher verhalten aus. „Die Zielgruppe zu erreichen, ist kein Selbstläufer“, bilanzierte Muhle mit Blick auf die mäßige Teilnehmerzahl.

Von fünf angebotenen Workshops fielen zwei mangels Anmeldungen ersatzlos aus. Bei den realisierten Projekten half derweil die Nachwuchs-Sängerin Hanna Meyerholz beim Verfassen eigener Songs. Zudem studierte Habib Kajtazi, Betreiber des bekannten HK Dance Studios aus Saerbeck, mit den Jugendlichen Hip-Hop-Choreographien ein. Außerdem fand ein Schreib-Workshop statt. „Insgesamt haben aber nur gut 20 Kinder mitgemacht“, so Muhle über die mit 8000 Euro vom Land geförderte Reihe.

„Ein Projekt mit Nachsteuerungsbedarf“, sah daher auch Fachbereichsleiterin Beate Tenhaken im „Kulturrucksack“. Dass es trotzdem lohnt, weiterzumachen, zeigte zumindest der bestens besuchte Abschluss-Abend. Gekonnte Lieder und Tänze kamen dort zur Aufführung und machten die magere Bilanz zumindest für anderthalb Stunden wieder wett.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4362741?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F