Beat-Club-Bus In Mainz vorneweg

GReven -

Die Mitglieder des Beat-Clubs Greven werden mit ihrem Bus im nächsten Jahr den Mainzer Rosenmontagszug anführen. Doch vorher muss er noch zum TÜV.

Von Oliver Hengst
Blickfang und Aussichtsplattform zugleich: Beim Festival des Beatclubs am Beach gehört der Bus zum festen Mobiliar.
Blickfang und Aussichtsplattform zugleich: Beim Festival des Beatclubs am Beach gehört der Bus zum festen Mobiliar. Foto: Heinz Baumscheiper

Das Festival ist lange vorbei, höchste Zeit, sich auf den Karneval zu konzentrieren. Die Mitglieder des Beat-Clubs Greven haben allen Grund zur Vorfreude. Sie werden mit ihrem Bus im nächsten Jahr den Mainzer Rosenmontagszug anführen. Karnevalsumzüge (unter anderem Greven, Münster, Bonn) sind keine Seltenheit für die Beatclubberer und ihr kultiges Gefährt – aber vorneweg, noch dazu bei einem der wichtigsten Umzüge Deutschlands? Das gab es noch nie. Entsprechend euphorisch ist Beat-Club-Vorsitzender Albert Sahle . „Das ist mit Sicherheit das bisherige Highlight.“

Den Kontakt zu den Umzugs-Machern hat Wohnungs-Unternehmer Sahle im beruflichen Umfeld geknüpft. „Wir sind auf die Mainzer zugegangen. Und sie haben uns die Gelegenheit eröffnet, weil sie der Bus überzeugt hat.“ Und so kommt es, dass die Grevener am 27. Februar kommenden Jahres (ab 11.11 Uhr!) nicht nur teilnehmen dürfen, sondern den Zug sogar anführen. „Und weil das im Fernsehen übertragen wird, können uns alle dabei zusehen“, fiebert Sahle dem närrischen Event entgegen.

Der prominent platzierte Bus wird an den Seiten mit Transparenten versehen, auf dem das Umzugs-Motto 2017 zu lesen sein wird. Daher wird es nötig, etwas eher anzureisen, damit das Gefährt entsprechend ausgestattet werden kann.

Wie üblich werden auf dem offenen Oberdeck die „Allstars“ musizieren – und dabei ausdrücklich rockige Klänge zum Besten geben, und nicht etwa Karnevalsmusik. Rund 20 bis 25 Grevener, so schätzt Sahle, werden mit in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt reisen. Vertraglich zusichern ließen sich die Mainzer Umzugsmacher, dass der Beatclub fünf Plätze im (respektive auf dem) Bus freihält.

Damit der Traum wahr wird, müssen die Beatclub-Mitglieder noch viel Arbeit investieren, denn anders als bislang reicht in Mainz kein „Tages-TÜV“. Nötig ist aus Sicherheitsgründen eine umfängliche TÜV-Prüfung, „dafür müssen wir noch einiges schrauben und werkeln“.

Derart gecheckt sollte die Anreise aus eigener Kraft dann kein Problem für den Bus darstellen. Gelenkt wird er voraussichtlich wieder von Club-Vize Ralf Wietkamp, der erklärt, dass ein Transport auf einem Tieflader schon deshalb ausscheide, weil das Gefährt dann zu hoch wäre, um alle Brücken passieren zu können. Technisch traue er dem Bus die Strecke (Hin- und Rückfahrt nebst Umzugstrecke) allemal zu. „Das Problem ist meistens eher der Fahrer, und das bin ja in der Regel ich“, sagt er schmunzelnd. Dennoch sei eine solche Fahrt natürlich eine Herausforderung auch fürs Material. „Als wir nach Bonn gefahren sind, sind wir an jedem Rastplatz raus, um zu gucken, ob noch alles sitzt.“ Er selbst habe in Ski-Montur hinterm Steuer gesessen – die Kälte und undichte Fenster machten es nötig. „Aber die LKW-Fahrer haben mich alle aufgemuntert.“ Ein vielfach gezeigtes „Daumen rauf“ tröstete darüber hinweg, dass der Bus stellenweise nur mit 30 Sachen voran kam.

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