Internet in Reckenfeld Schnelles Internet möglich

Greven/Reckenfeld -

Dem lahmen Internet in Reckenfeld sollen Beine gemacht werden. Aber dafür müssen sich genügend Haushalte an den Kosten beteiligen.

Von Oliver Hengst
An vielen Stellen in Greven stellen 16 Mbit schnelle Anschlüsse das Maximum dar. Doch Besserung ist in Sicht. Unter anderem installiert Osnatel im ganzen Stadtgebiet aktuell 20 neue Knotenpunkte (hier: Grimmstraße in Greven).  
An vielen Stellen in Greven stellen 16 Mbit schnelle Anschlüsse das Maximum dar. Doch Besserung ist in Sicht. Unter anderem installiert Osnatel im ganzen Stadtgebiet aktuell 20 neue Knotenpunkte (hier: Grimmstraße in Greven).   Foto: oh

Die Anwohner der Blöcke C und D in Reckenfeld dürfen darauf hoffen, dass die Tage des lahmen Internets in ihrem Viertel gezählt sind. Ein Unternehmen hat den unterversorgten Bereich in den Blick genommen – und beschlossen, der Breitband-Ausbau zu forcieren.

Die beiden Blöcke nannte Wirtschaftsförderer Stefan Deimann in der Sitzung des Bezirksausschusses eine „Internet-Diaspora“. Von ursprünglich zwei Anbietern, die noch in diesem Jahr aktiv werden wollten, ist schließlich einer übrig geblieben: Unitymedia . Der andere Konkurrent, die „Deutsche Glasfaser“, wollte die Kabel in 30 Zentimeter Tiefe verlegen – die Stadt hatte Bedenken und legte Veto ein.

Unitymedia will in C und D die Technik FTTB einsetzten (Fiber to the Basement, also Glasfaser bis ans Haus). Dort könne man es per Glasfaser oder per gewöhnlichem Kupferkabel weiter verzweigen. Wann das Unternehmen damit an den Markt gehen will? „In der nächsten Zeit, das wird nicht mehr lange dauern“, sagte Deimann. „Das ist eigentlich das beste, was man sich so vorstellen kann. Allerdings wird das auch einen gewissen Betrag kosten.“ Damit das Projekt (möglichst noch in diesem Jahr) umgesetzt werden kann, müssten 40 Prozent der Haushalte signalisieren, dass sie mitmachen wollen.

Auch in anderen Bereichen in Reckenfeld wird der Breitbandausbau vorangetrieben. Mehrere Provider ( Telekom und Unitymedia) wollen mittels verschiedener Techniken (Glasfaser, Kabel, Vectoring) bis zu 50 Mbit schnelle Anschlüsse anbieten. Die Telekom hat angekündigt, innerhalb von drei Jahren ganz Reckenfeld damit zu erschließen. „Das bedeutet: Sie haben es angekündigt, sind aber nicht verpflichtet, das zu tun“, so Deimann. Von den drei Jahren sei auch schon ein Jahr verstrichen. Auch Unitymedia habe einen Ausbau in Reckenfeld in Aussicht gestellt.

Förderprojekte kommen für Reckenfeld nicht in Frage, weil private Anbieter von Telekommunikationsleistungen bereit stehen – privates Investment und Fördermittel schließen sich aber aus, wie Deimann berichtete.

Auch in Greven tut sich etwas: An rund 20 Standorten installiert die EWE (Osnatel) derzeit neue Verteilerpunkte, die schnelleres Internet in die umliegenden Viertel bringen sollen.

Da die Investitionen rein privatwirtschaftlicher Natur seien, hätten Stadt und Wirtschaftsförderung keine Möglichkeit, den Ausbau zu beschleunigen. „Das regelt allein der Markt“, sagte Deimann.

Gleichwohl sei man natürlich mit Anbietern im Gespräch und werbe dafür, wenn möglich die bestmöglichen Anschlüsse für die Bewohner Grevens zu realisieren.

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