Erntedankmarkt in Reckenfeld Mit Ziegenopa über den Markt

Der Reckenfelder Erntedankmarkt hatte wieder allerhand zu bieten. Als Besonderheiten gab es unter anderem den Auftritt eines „Ziegenopas“ und die Menschenwaage: Die Aktion war ein grandioser Erfolg.

Von Rosi Bechtel
Der „Ziegenopa“ fuhr zur Eröffnung den Bürgermeister auf den Markt, später durften sich die Kinder kutschieren lassen.  
Der „Ziegenopa“ fuhr zur Eröffnung den Bürgermeister auf den Markt, später durften sich die Kinder kutschieren lassen.   Foto: Rosi Bechtel

Ende gut, alles gut. Die halbe Tonne gespendeter Lebensmittel für die Tafel sind ein neuer Rekord. Als am Samstagabend der Erntedankmarkt vorbei war, gab es überall zufriedene, fröhliche Gesichter.

Nicht anders war es bei der Eröffnung einige Stunden zuvor: Die Menschen strömten zur Ortsmitte und verweilten gerne auf dem Platz, auf dem immer etwas los war. Bürgermeister Peter Vennemeyer und Franz Josef Holthaus fuhren nach dem Fahnenschlag einiger junger Hubertus-Schützen mit einem achtspännigen Ziegengespann auf den Festplatz vor. „So eine Fahrt ist ein ganz neues Dienstgefühl. Ökologisch sinnvoll“, so der Bürgermeister, der sich davon begeistert zeigte, dass sich die Reckenfelder immer wieder noch toppen.

Andreas Hajek fasste das für die Kultur-und Sporttreibenden Vereine so zusammen: „Heute sind wir alle Reckenfelder, egal aus welchem Teil der Erde wir kommen.“ Er nahm kurz Bezug auf die 100-jährige Ortsgeschichte und eröffnete den Markt mit Worten von Peter Ustinow: „Heute sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns morgen zurücksehnen werden.“

Gleich zwei Highlights bestimmten das Marktgeschehen. Nach der offiziellen Taufe der Menschenwaage auf den Namen GEMANIXNÄMANHOLT durch Franz Josef Holthaus erklärte dieser, dass die gewichtige (aufzuwiegende) Persönlichkeit ein Doppelpack ist.

Erwin Maslanka und Georg Knorr, die Erbauer der Waage, wiegen gemeinsam 190 Kilogramm. Das Aufwiegen wurde zum spannenden Akt. Immer wieder ermunterte Erwin Reichhardt die Marktbesucher, Lebensmittel zu besorgen. Ein Trick, wie sich zeigte, denn die vorher gespendeten Lebensmittel waren gut versteckt worden – listig, doch im Sinne der guten Sache sicher zulässig. Nach fast drei Stunden waren die 190 Kilo zusammen – und Maslanka und Knorr schweben. Nach dem zweiten Aufwiegen steht fest: Die Tafel bekommt 520 Kilogramm Lebensmittel. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres weit übertroffen.

Ein weiteres Highlight war „Ziegenopa“ Ludwig Bär, der mit acht Ziegen kam und großes Aufsehen erregte. So fuhren die Kin-der wie in früheren Jahren beim Opa Lihl eine Runde in der Minikutsche.

Groß und Klein kamen bei dem Fest auf ihre Kosten. Das Unterhaltungsprogramm mit Gesang von Anneliese Sackmann und Marlies Kirst, zwei Tanzgruppen der Re-Ka-Ge und natürlich das Platzkonzert des RBO begeisterten die Besucher.

Ungeplant gab es noch eine spontane Versteigerung. Das während der Aufführung am Vorabend auf der Freilichtbühne gestaltete Reckenfeld-Graffiti von Max Ziegner und Chris Helming brachte 315 Euro für die Jugendarbeit der Freilichtbühne.

Einziger Wermutstropfen: Der geplante historische Marktteil kam nicht zustande. „Zu wenig Helfer für Auf-und Abbau“, so die Auskunft. Der Stimmung schadete das kaum und so verließen die Gäste auch nach dem offiziellen Ende noch lange nicht den Festplatz.

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