Historische Open-Air-Show Durch die Orts- und Weltgeschichte

Auch die Freilichtbühne beteiligte sich mit einem Beitrag an den Aktionstagen zur Ortsgeschichte - und was für einem! Die Show war eine informative und unterhaltsame Zeitreise.

Von Rosi Bechtel
So könnte es 1916 abgelaufen sein: Man verhandelt über den Bau eines Munitionsdepot (aus dem später Reckenfeld entsteht, was da aber noch niemand ahnt).  
So könnte es 1916 abgelaufen sein: Man verhandelt über den Bau eines Munitionsdepot (aus dem später Reckenfeld entsteht, was da aber noch niemand ahnt).   Foto: Rosi Bechtel

Dass Geschichte auch unterhaltsam präsentiert werden kann bewies das Team der Freilichtbühne am Freitagabend mit ihrer musikalischen Zeitreise durch 100 Jahre Orts- und Weltgeschichte . Tosender Applaus und stehende Ovationen am Schluss der zweieinhalbstündigen Show und natürlich der Ruf nach einer Zugabe zeigten: Die Sänger und Moderatoren waren Spitze.

Den Auftakt bildete eine Besprechung zwischen Offizieren und dem Oberbaurat, die auf der Suche nach einem passenden Gelände für ein Munitionsdepot sind. Das finden sie in der Gemarkung Reckenfeld . „So oder so ähnlich muss es sich 1916 zugetragen haben“, kommentierte Moderator Klaus Dieter Niepel die schauspielerische Szene. Gemeinsam mit Nina Wierzbitza ließ er die Jahrzehnte Revue passieren.

Nie wurde es dem Publikum langweilig, immer wieder wurde die Show mit Gesangseinlagen zu dem gerade vorgestellten Zeitraum angereichert. Gemeinsam mit dem Publikum tauchten die Darsteller unter anderem ab in die Zeit von Lili Marleen , den „Drei von der Tankstelle“ und Heinz Erhardt.

„Die Reckenfelder standen nah beieinander, machten das Beste aus den Situationen, gründeten Vereine“, machte Niepel das Miteinander im sich langsam entwickelnden Dorf deutlich.

Während sich Gesang und Informationen abwechselten, ließen Maximilian Ziegner und Chris Helmig an der Seite der Bühne ein Reckenfeld-Graffiti entstehen, das auf dem Erntedankmarkt versteigert werden soll.

Mit viel Liebe zum Detail und enormem Aufwand hat die Bühne eine musikalische Zeitreise zusammengestellt, die den Nerv des Publikums traf und sich damit in die vier Aktionstage als echtes Highlight einbrachte. „Tolle Stimmen, tolle Lieder, da werden Erinnerungen wach“, war von den Zuschauern zu hören. „Wichtig ist, dass wir im Ort zusammenhalten und gemeinsam gestalten“, lautete das Schlusswort von Niepel.

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