Gesundheit 5 Auslöser von Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist eine chronische Atemwegserkrankung, die anfallsartig auftritt. Die Bronchien sind häufig entzündet und weisen daher eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmen Reizen auf, die zu Anfällen führen können. Allergische Reizstoffe können die Atemwegserkrankung direkt auslösen – es handelt sich dabei um allergisches Asthma. Aber auch Reizstoffe, die nicht zu den Allergenen zählen können Asthma bronchiale auslösen.

Gesundheit : 5 Auslöser von Asthma bronchiale
Verschiedene Umweltfaktoren können Asthma auslösen und Beschwerden verstärken. Foto: Image Point FR - ©shutterstock.com

Feinstaub

Feinstaub sind kleinste Teilchen, die durch Abgase oder auch Bodenerosion verursacht werden, und aufgrund ihrer Leichtigkeit in der Luft schweben. Mit dem bloßen Auge ist Feinstaub nicht zu erkennen, er wird nur bei besonderen Wetterlagen als Dunstglocke sichtbar . Feinstaubpartikel können unterschiedliche Größen aufweisen, wobei sogenannte ultrafeine Partikel besonders einfach in die Atemwege gelangen. Größere Partikel können für gewöhnlich problemlos von den Flimmerhärchen herausgefiltert werden.

Ultrafeine Partikel sind in der Lage tief in die Atemwege vorzudringen und über die Lungenbläschen sogar in die Blutbahn zu gelangen, sodass sie nicht mehr aus dem Körper herausgefiltert werden können. Feinstaub reizt die Bronchialschleimhäute und führt in Folge zu allergischen Reaktionen, wie einer vermehrten Schleimproduktion und Entzündungsreaktionen. Sind die Atemwege durch ultrafeine Partikel belastet , reagieren diese stärker auf eine Allergen-Exposition. Dabei verschlimmert sich das allergische Asthma mit ansteigender Feinstaubbelastung. Kinder sind besonders gefährdet, da das Lungenwachstum durch den Feinstaub zusätzlich eingeschränkt wird.

Milben

Milben werden mit der Entwicklung einer Hausstaub- bzw. Hausstaubmilbenallergie in Verbindung mit allergischem Asthma gebracht. Dabei sorgt allerdings nicht der Hausstaub, sondern die Milbe bzw. deren Kot für allergische Reaktionen. Der Milbenkot enthält Eiweiße, die als Allergene bekannt sind und sich auf dem Boden oder Möbeln absetzen. Mit dem Hausstaub können sie aufgewirbelt und inhaliert werden.

Der Milbenkot reizt die Schleimhäute der Augen, Nase und Bronchien, sodass es zu allergischen Reaktionen kommt. Typisch sind tränende Augen, Niesen oder Husten. Werden die zunächst leichten Beschwerden und damit die Reizung der Schleimhäute nicht behandelt, entstehen Entzündungen und im Verlauf werden die Beschwerden chronisch. Letztendlich findet ein Etagenwechsel statt und aus der Hausstauballergie wird allergisches Asthma.

Zigarettenrauch

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Zigarettenkonsum bzw. Zigarettenrauch wirkt sich negativ auf die Atemwege aus. Die enthaltenen Stoffe des Rauchs belegen und zerstören die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut, was den natürlichen Reinigungsprozess der Atemwege beeinträchtigt. In Folge können Entzündungen entstehen und die Lungenfunktion nimmt ab. Diese Schädigung erleichtert Allergenen das Eindringen in die Bronchien. In Folge erhöht sich das Risiko an Asthma zu erkranken erheblich.

Zudem kann Zigarettenrauch einen akuten Asthma Anfalls auslösen. Die verminderte Immunabwehr führt zu einer Intensivierung der Beschwerden, die zudem häufiger auftreten. Gleichzeitig spricht der Körper auf eine Corticosteroide-Behandlung nicht mehr effektiv an. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung kann es letztendlich zur Entwicklung einer COPD (chronisch obstruktiven Lungenkrankheit) kommen.

Schimmel

Auch wenn Schimmel bislang nicht als direkter Auslöser für Asthma nachgewiesen werden konnte, so gilt er doch als Risikofaktor. Schimmelpilzsporen führen zu Infektionen der oberen Atemwege. In Folge reagiert die Atemmuskulatur empfindlicher auf Allergene. Gerade bei asthmatischen Kindern kann dies zu einer Verstärkung der Beschwerden führen.

Bei andauernder Schimmelexposition können sich die Schimmelsporen in den Hohlräumen der Atemwege ansammeln, sorgen dort für eine vermehrte Schleimproduktion und bilden ein Aspergillom. Bildet sich eine Aspergillose aus sind Husten, Atemnot sowie eine Lungenentzündung nicht untypisch – klassische asthmatische Beschwerden. Gleichzeitig kommt es gerade bei Asthmatikern zu allergischen Reaktionen und einer Schimmelpilzallergie.

Medikamente

Auf bestimmte Medikamente bzw. Wirkstoffgruppen können Asthmatiker symptomatisch reagieren . Medikamente können zwar weniger als Auslöser im Sinne eines ursächlichen Faktors angesehen werden, jedoch einen Symptomschub auslösen bzw. Beschwerden verschlimmern. Auf folgende Wirkstoffe ist zu achten:

  • Antibiotika
  • Verschiedene Schmerzmittel (z.B. Aspirin, Ibuprofen, Novalgin, Diclofenac)
  • Beta-Blocker
  • Gelee Royal und Echinacea aus der Naturmedizin

Fiebersenkende Präparate der Wirkstoffklasse Acetylsalicylsäure, vor allem bekannt als Aspirin, können vor allem bei Kindern zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen, die letztendlich einen Anfall auslösen. Beta-Blocker wirken wiederum dem bronchienerweiternden Effekt von Asthma-Medikamenten entgegen und können so Atembeschwerden verschlimmern.

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