Finanzen Vom Kleinanleger zum Immobilieninvestor: Lohnt sich Crowdinvesting?

Das derzeitige Zinsumfeld auf dem Kapitalmarkt lädt nicht unbedingt zu Investitionen ein: Vor allem, wer nur vergleichsweise geringe Summen anlegen möchte, erhält mit sicheren Anlagen kaum noch genügend Rendite, um die Inflation auszugleichen. Immer mehr Privatbanken gehen gar dazu über, Strafzinsen auf das Tagesgeld zu verhängen. 

Finanzen : Vom Kleinanleger zum Immobilieninvestor: Lohnt sich Crowdinvesting?
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Dabei wird durch das richtige Investment sehr wohl noch Geld verdient - durch den Bau hochwertiger Immobilien beispielsweise. Bisher war Kleinanlegern der Zugang hierzu allerdings verwehrt, was sich durch Crowdinvesting nun ändern könnte.

Crowdinvesting als interessante Alternative für Kleininvestoren

Obwohl Crowdinvesting und Crowdfunding häufig synonym verwendet werden, gibt es zwischen beiden Begrifflichkeiten doch eine deutliche Abgrenzung: Beim Crowdfunding steht der ideelle Wert im Vordergrund, um beispielsweise ein Unternehmen zu unterstützten.  Doch Vorsicht vor möglichen Schneeballsystemen . Der Lohn der Spender: Eine innovative Produktidee wird realisiert; das dadurch geförderte Produkt kann außerdem meist vergünstigt erstanden werden. Es kommt aber weder zu einer Beteiligung am Unternehmen, noch zu einer Rendite. Beim Crowdinvesting wird der Schwerpunkt aber tatsächlich auf die Investition gelenkt. Es wird keinesfalls ausgeschlossen, dass gleichzeitig ein interessantes Projekt vorangetrieben wird - im Fokus steht dies jedoch nicht. Eine Gemeinsamkeit von Crowdinvesting und Crowdfunding ist allerdings, dass eine größere Finanzierungssumme aufgebracht wird, indem viele Kleinanleger ihren Beitrag leisten.

Kapitalbeschaffung ohne Bank

Crowdinvesting ist deshalb auch besonders interessant, um für verschiedene Immobilienprojekte notwendiges Kapital bereit zu stellen . Die Bauträger machen sich damit unabhängiger von den Banken - wie die Kleinanleger übrigens auch: Durch Investmentsfonds ist durchaus möglich, indirekt in solche Bauvorhaben zu investieren. Dabei trifft das Kreditinstitut aber nicht nur die maßgebliche Entscheidung - es verdient auch kräftig mit. Zudem sorgt eine breite Streuung der Investments dafür, dass von den möglicherweise hohen Gewinnen nicht mehr viel übrig bleibt. Wer sich durch Crowdinvesting Kapital verschaffen möchte, sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass die Projekte damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen. Außerdem ist durchaus mit einer Rückkopplung der Investoren zu rechnen, die in gewisser Weise Miteigentümer werden. Letzteres hat wiederum zwei Seiten: Kommt es zu einem Scheitern des Projekts, müssen - anders als bei einem Bankkredit - keine Verbindlichkeiten beglichen werden. Der Kleininvestor trägt damit auch das Risiko seiner Kapitalanlage.

Aussichtsreiche Perspektiven

Verschiedene Internetportale ermöglichen den vergleichsweise unkomplizierten Zugang, sowohl für Geldgeber als auch Bauherren. Einige erfolgreiche Projekte dürften dafür sorgen, dass Crowdinvesting künftig noch beliebter wird. Auf Seiten der Investoren dürfte auch die Frage relevant sein, wie sich die Zinsen auf dem übrigen Kapitalmarkt entwickeln. Mit Investitionen ab 500 Euro lassen sich bereits Renditen um 5 Prozent jährlich erzielen - mit Festgeld und Aktien-Fonds dürfte dies kaum realistisch sein.

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